Das nennt man dann wohl Pech. Ausgerechnet im entscheidenden Heimspiel gegen Jona, das eine Vorentscheidung im Kampf um Platz drei hätte bringen können, mussten die Oberentfelder auf ihren Hauptangreifer Kevin Hagen verzichten.

Dieser hatte sich im Cupspiel gegen Schlieren eine Rückenverletzung (Verschiebung eines Wirbels) zugezogen und fällt mindestens einen Monat aus. «Mit ihm hätten wir im Angriff sicherlich noch mehr Druck erzeugen können», beschrieb Trainer Christian Zbinden die Auswirkungen des Ausfalls von Hagen.

Die Gastgeber mussten ihr Spiel also umkrempeln und begannen mit Dominik Gugerli beim Service und Sascha Hagmann am Rückschlag. Auch in dieser ungewohnten Zusammenstellung zeigten die Platzherren eine gute Leistung, konnten jedoch nicht verhindern, dass sie die ersten beiden Sätze gegen Jona mit 8:11 und 9:11 verloren.

Auf Ausrutscher hoffen

«Wir konnten mit dem Service etwas zu wenig Druck erzeugen, aber man muss auch sagen, dass Jona extrem stark gespielt hat in der Defensive. Ich weiss nicht, wann ich sie das letzte Mal so stark gesehen habe», lobte Trainer Christian Zbinden den Gegner.

Zwar konnte sich seine Mannschaft den dritten Durchgang mit 12:10 sichern, doch mehr als Resultatkosmetik war das nicht. Jona war in diesem Spiel die bessere Mannschaft und gewann verdient mit 3:1 Sätzen.

Diese Niederlage hat Konsequenzen für Oberentfelden. Über Hin- und Rückspiel gesehen, verlieren die Oberentfelder gegen Jona mit 4:5 Sätzen und stehen damit bei Punktgleichheit in der Tabelle hinter Jona.

Und das könnte dem Team von Christian Zbinden unter Umständen den Platz in den Top 3 kosten, der in den Playoffs zum Kampf um den Schweizer Meistertitel berechtigt. «Wir müssen nun auf einen Ausrutscher von Jona hoffen und selber versuchen, jedes Spiel zu gewinnen», so Zbinden.

Der Joker sticht

Die erste Gelegenheit dazu bot sich im zweiten Spiel des Tages gegen Elgg-Ettenhausen, das sich zuvor überraschend gegen Jona durchsetzen konnte. Und auch gegen Oberentfelden spielte der Tabellensechste stark auf.

Zwar konnten die Suhrentaler die ersten beiden Sätze gewinnen, doch Elgg-Ettenhausen schaffte den Satzausgleich. «Sie haben gegen uns wirklich bärenstark gespielt, so dass wir am Ende aufpassen mussten, die Partie nicht ganz aus der Hand zu geben», sagte Zbinden nach dem Spiel.

Im entscheidenden fünften Satz brachte Zbinden mit Nicolas Schwander, der normalerweise in der zweiten Mannschaft spielt, einen neuen Mann im Angriff. Und der Joker stach: Mit seinen Aufschlägen hat Schwander dazu beigetragen, dass die Oberentfelder die Partie mit 3:2 gewinnen konnten.

Dank diesem Sieg ist den NLA-Cracks des STV Oberentfelden die Teilnahme an den Playoffs kaum mehr zu nehmen. Ob es allerdings für die Top 3 reicht, ist ungewiss.