Volleyball

Trotz Startniederlage: Aufstieg ist für die Kanti Limmattal noch möglich

Gefordert: Kanti Limmattal mit Janine Peyer (am Ball). Lüscher/archiv

Gefordert: Kanti Limmattal mit Janine Peyer (am Ball). Lüscher/archiv

Das 2.-Liga-Team von Kanti Limmattal braucht nach der Start-Niederlage in den Aufstiegsspielen einen Exploit. Der Showdown steigt in einer Woche gegen Rätia Volley.

Mit 13 Siegen aus 14 Meisterschaftsspielen und sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger VBC Wetzikon hat sich Kanti Limmattal in souveräner Manier den Regionalmeistertitel gesichert. Als Belohnung für die überraschend starke Saison – das Team von Trainer Mario Kronenberg wollte eigentlich «nur» in der vorderen Tabellenregion mitmischen – dürfen die Limmattalerinnen an den Aufstiegsspielen zur 1. Liga teilnehmen. In einer Dreiergruppe mit den Regionalmeistern KJS Schaffhausen und Rätia Volley (Chur) kämpfen sie um die zwei Tickets für die 1. Liga.

Unglückliche Niederlage

Zum Auftakt der Aufstiegsspiele traf Kanti Limmattal am vergangenen Mittwoch auswärts auf Schaffhausen. Eine Equipe, die in Reichweite der Limmattalerinnen liegt. «Schaffhausen ist in einer vergleichbaren Situation mit uns. Sie sind in etwa gleich stark und auch für sie ist die Teilnahme an den Aufstiegsspielen eine Zugabe», so Kronenberg. Sein Team begann konzentriert und konnte den ersten Satz mit 25:21 für sich entscheiden. Doch danach drehten die Gastgeberinnen auf und Kanti Limmattal bekundete zunehmend Mühe im Spiel zu bleiben. «Leider konnten wir die zwei stärksten Angreiferinnen von Schaffhausen nicht unter Kontrolle bringen. Diese haben definitiv zu viele Punkte gemacht», analysiert Kronenberg. So setzte es am Ende eine 1:3-Niederlage ab.

Nichts zu verlieren

Die erste Pleite nach 13 Siegen in Folge ist ärgerlich, denn Kanti Limmattal konnte nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen. Hinzu kommt, dass KJS Schaffhausen auf dem Papier der schwächere der beiden Gruppengegner ist. Entsprechend schwierig wird es nun für die Limmattalerinnen, den Aufstieg trotzdem noch zu schaffen.

Dafür braucht es heute in einer Woche (20.30 Uhr, Brunewiis, Oberengstringen) einen Sieg gegen Rätia Volley. Alles andere als eine einfache Aufgabe, denn die Churerinnen wollen unbedingt zurück in die 1. Liga. Entsprechend nehmen sie die Partie gegen Kanti Limmattal sehr ernst. «Am letzten Samstag ist der Churer Trainer extra an unser Spiel gegen Wädenswil gereist, um uns spielen zu sehen. Da war ich schon etwas verblüfft», gesteht Kronenberg.

Nichtsdestotrotz glaubt er an die Chancen seiner Mannschaft. «Wir haben nichts mehr zu verlieren und können frech aufspielen. Natürlich müssen wir eine Topleistung abrufen, aber wie das im Sport so ist, wenn man gewinnen darf und nicht muss, liegt immer ein Exploit drin.» Und wer weiss, vielleicht wiederholen sich ja die Ereignisse aus der Meisterschaft. Auch dort hat der VBC Kanti Limmattal die erste Partie verloren und danach alle Spiele gewonnen.

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