Curling
Trotz falschen Wahrheiten: Bei Uitikon-Waldegg zählt der Spielspass

Das Team Uitikon-Waldegg spielt am Wochenende die 2. Runde in der Swiss Curling League. Auch wenn der Saisonstart bisher durchzogen verlaufen ist, halten die Limmattaler weiter an ihrem Top-5-Ziel fest.

Jessica Widmer
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Mit Freude dabei: Jean-Nicolas Longchamp, Manuel Ruch, Mathias Graf und Christian Moser (v.l.) in der Curlinghalle Dolder in Zürich. JWI

Mit Freude dabei: Jean-Nicolas Longchamp, Manuel Ruch, Mathias Graf und Christian Moser (v.l.) in der Curlinghalle Dolder in Zürich. JWI

Noch vor einem Jahr war die Enttäuschung über das bittere und vor allem knappe Ausscheiden in der Qualifikation zur Swiss Curling League bei Uitikon-Waldegg omnipräsent. Hinzu kam die Beschuldigung – wie sich herausstellte zu Unrecht – schlechte Verlierer gewesen zu sein, da der obligate Apéro nach dem Spiel damals vonseiten der Limmattaler ausgelassen wurde. «Diese Geschichte wurde falsch kommuniziert. Dass wir nach dem Spiel direkt nach Hause reisen würden, hatten wir mit den anderen Teams in der Garderobe so abgemacht. Alle waren einverstanden», erinnert sich der damalige Skip Manuel Ruch an die Situation zurück, «schade, dass wir dann unfairerweise schlecht gemacht wurden.»

Heute, etwas mehr als ein Jahr später, spielt das Team von Uitikon-Waldegg nach erfolgreicher Qualifikation wieder in der höchsten Schweizer Curling Liga.

Der Luxus mit den Skips

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Mannschaft nur bedingt verändert. So wird Christian Moser bei den Spielen neu als Skip aufgeführt. «Eigentlich ist Jean-Nicolas Longchamp unser Skip. Aber wir haben den Luxus von drei potenziellen Skips und so hat Jean-Nicolas das Team unter meinem Namen angemeldet. Ich kam auf diese Saison hin neu dazu», lacht Moser. Des Weiteren gehört neben Longchamp, Moser und Ruch, auch der 26-jährige Mathias Graf zum Team. Die vier sind allesamt im Kanton Zürich wohnhaft und trainieren hoch über den Dächern der Stadt am Zürichberg neben der Kunsteisbahn Dolder.

Der Start in die SCL-Saison verlief durchzogen. Am ersten von drei Wochenenden holten die Limmattaler in drei Matches einen Sieg und mussten sich – wenn auch nur knapp – zweimal geschlagen geben. «Die ersten drei Runden hätten natürlich besser laufen können», blickt der 27-jährige Ruch auf das Turnier vom letzten Wochenende in Zug zurück, «nach erst drei gespielten Runden ist es schwer, schon eine Prognose zu wagen. Nach dem kommenden Wochenende können wir dann wahrscheinlich schon mehr sagen.»

In Thun gefordert

Ab heute spielt Uitikon-Waldegg in Thun seine nächsten vier Runden. Das Saisonziel ist ein Platz unter den besten Fünf und somit die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften im März. «Es wird schwer, denn das Team Adelboden ist bereits gesetzt. Somit sind nur noch fünf anstatt sechs Plätze an den SM zu vergeben. Zudem ist die Liga sehr ausgeglichen», erklärt Longchamp, «von den elf Mannschaften kann fast jeder jeden schlagen.» Da Uitikon-Waldegg nicht zu den drei Schweizer Teams gehört, die gefördert werden, erübrigt sich zurzeit auch die Diskussion über internationale Einsätze des Limmattaler Quartetts. Momentan konzentrieren sich die vier Curler ganz auf den Spass am Spiel und vor allem darauf, in Thun mehr als einen Sieg einzufahren.

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