2.Liga
Trotz dem aktiveren Spiel der Urdorfer unterliegen sie Rüti mit 2:3

Im Gegensatz zu den letzen Spielen stimmte dieses Mal die Einstellung der Urdorfer. Sie spielten ein aktiveres Fussball als in den vergangenen Spielen gegen Wiedikon und Altstetten. Trotzdem unterliegt Ardorf dem Gegner Rüti mit 2:3.

Raphael Biermayr
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Urdorf-Torhüter Giandomenico Iellamo (links) und Teamkollege Bruno Frei (rechts) hadern nach dem Gegentreffer zum 1:3.

Urdorf-Torhüter Giandomenico Iellamo (links) und Teamkollege Bruno Frei (rechts) hadern nach dem Gegentreffer zum 1:3.

Raphael Biermayr

Die gute Nachricht vorweg: Die Einstellung der Urdorfer stimmte. Nach den vorangegangenen Vorstellungen gegen Wiedikon und Altstetten war das nicht selbstverständlich. «Dieser Auftritt gibt Mut für die Rückrunde, auch wenn die Punkte fehlen», sagte Assistenztrainer Remo Agosti nach Spielschluss. Wohlwissend, dass ein engagiertes Auftreten seines Teams in der Regel die Voraussetzung für die Chance auf Erfolg ist.

So wie gestern im Match gegen

Rüti in der Schlussphase, als Captain Thomas Jenny die Mitspieler antrieb, den Ausgleichstreffer zu erzwingen. Dominic Galindo hatte die aussichtsreichste Möglichkeit, vergab diese allerdings mit einem Abschluss im Strafraum, dessen Kläglichkeit nur noch von der Aktion Behar Sulejmanis auf der Gegenseite übertroffen wurde: Der Mann mit dem Rauschebart verfehlte aus drei Metern Entfernung das leere Tor.

Iellamos Aussetzer

Dass es ein Anrennen der Limmattaler brauchte, lag einmal mehr am fahrigen Verhalten in der Defensive, allen voran von Torhüter Giandomenico Iellamo. Weil der zuletzt überragende Samuel Winkler in den Ferien war, erhielt der 19-Jährige eine Chance im Rennen um die Nummer eins. Er nutzte sie nicht. In der 5. Minute unterlief er einen Eckball und stellte damit Teamkollege Galindo bloss, der den Ball ins eigene Tor lenkte. Beim 1:2 nach einem weiten Abschlag von Rüti-Torhüter James Bachmann zögerte Iellamo wie so häufig beim Herauslaufen und ermöglichte Andrea Clementi den Treffer. Wiederum waren nur wenige Minuten nach dem Anstoss verstrichen.

Die Urdorfer, die vor dem Seitenwechsel unter grossem Kraftaufwand durch Sven Müller ausgeglichen hatten, waren von diesem neuerlichen Nackenschlag irritiert. Das 1:3 durch einen herrlichen Volleyschuss von Clementi schien die Vorentscheidung zu bedeuten. Doch Sturmspitze Jean-Bosco Tibiti brachte die Hoffnung zurück. Der Kameruner nahm einen Traumpass von Rolando Baumann sehenswert an und vollstreckte aus der Halbdrehung (82.).

Es war zu spät, die zehnte Niederlage im dreizehnten und letzten Vorrundenmatch abzuwenden. «Wir hätten einen Punkt verdient», hielt Innenverteidiger Riguane Kipoyl fest. Das war korrekt, was die Einstellung anbelangte und war ein kleiner Mutmacher im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte. In diese startet der FCU mit einem Rückstand von mindestens vier Punkten auf den rettenden 11. Platz. Wer die jüngere Geschichte kennt, weiss, dass diese Aufgabe für die «Stiere» weder ungewohnt noch unlösbar ist.