Der Rücktritt eines Trainers wirft oft Fragen auf, insbesondere, wenn er sich mitten in der Saison ereignet. Im Falle von Unihockey Limmattal sind Fragen offenkundig überflüssig. Urs Kuhn hat dem 2.-Liga-Team am vergangenen Montag mitgeteilt, dass er nicht länger als Trainer amten wird.

Der nachvollziehbare Grund ist die höhere Arbeitsbelastung, die es ihm nicht mehr erlaube, «genügend Zeit für die erste Mannschaft zu investieren», wie es in einem Statement von ihm auf der Vereinshomepage heisst. Kuhn hilft hinter den Kulissen weiterhin mit. Er betreut Projekte, welche die Zukunft des Vereins betreffen, beispielsweise auf die Nachwuchsarbeit bezogen.

Wani übernimmt

Kuhns Nachfolger war schnell gefunden: Jasmin Wani steigt als vormalige Assistenztrainerin auf. An einer Teamsitzung am Mittwoch, an der neben Wani auch Vereinspräsident Daniel Vetter und Sportchef Rolf Brönnimann anwesend waren, einigten sich alle auf die Beendigung der Saison mit ihr als Trainerin.

Die 26-jährige Urdorferin war zuvor in der dritten Saison als Assistentin tätig. Wani ist selbst noch aktiv: Sie spielt nach vielen Jahren beim Vorgängerverein UHC Urdorf, in den sie im Alter von 12 Jahren eingetreten war, mittlerweise bei den Grasshoppers in der 2.Liga.

Längeres Engagement vorstellbar

Nach einer Anfangseuphorie belegen die Limmattaler derzeit lediglich Rang sieben. Das Saisonziel, die Aufstiegsspiele, liegt ausser Reichweite. Was will Wani in dieser Saison noch bewirken? «Ein Ziel von mir ist die Ausbildung der jungen Spieler», sagt sie.

Mit Blick auf die Tabelle fasst sie einen Rang unter den ersten fünf ins Auge, «es steckt eine Menge Potenzial in dieser Mannschaft». Wanis Aufgabe wird sein, das herauszukitzeln.

Ob sie über die aktuelle Saison hinaus Trainerin bleibt, ist offen. Im Sommer 2011 pausiert die Medizinstudentin infolge der Abschlussprüfungen. «Vorstellen kann ich mir es aber mit Sicherheit», verrät die Limmattalerin, die mit einer Trainerkarriere liebäugle.