Fussball

Tränen und Triumphe bei den Stars von morgen auf der Dornau

Der FC Dietikon organisierte an Pfingsten sein traditionelles Turnier, das neu Graphax Junior Trophy heisst. In drei Kategorien suchten die Nachwuchsfussballer die Sieger.

Albin Hoti und sein grosses Idol haben nicht nur äusserlich einige Gemeinsamkeiten. Der 11-Jährige schwärmt für Cristiano Ronaldo. Gleich wie Real Madrid im spanischen Cupfinal vor einigen Tagen, verliessen auch Hoti und seine Teamkollegen gestern das Feld im Endspiel als Verlierer. Im Unterschied zu Ronaldo, der in diesem Jahr ohne Trophäe auskommen muss, winkt Hoti und den D/9a-Junioren in ihrer Leistungsklasse noch der Gewinn der Meisterschaft.

Unkonzentriert. Die Dietiker D-Junioren kassieren im Finale ein Tor nach wenigen Sekunden

Unkonzentriert. Die Dietiker D-Junioren kassieren im Finale ein Tor nach wenigen Sekunden

Unmittelbar nach der Finalniederlage gegen den FCS Aliansa war diese Aussicht für die jungen Dietiker ein schwacher Trost. Es flossen reichlich Tränen. Von Trainer Fitim Arifi war psychologischer Beistand gefragt, um seine Knaben wieder aufzurichten.
Ein Turnier im Wandel der Zeit
Es sind die grossen und kleinen Tragödien, die das Pfingstturnier in den letzten 20 Jahren zu einem beliebten und festen Anlass geformt haben. «Die Veranstaltung bietet eine ideale Plattform für den Nachwuchs und für uns als Verein einen willkommenen Zustupf in die Klubkasse», sagt Adrian Matt. «Der», fügt der Turnierchef an, «umgehend wieder in die Juniorenabteilung investiert wird.»

Matt ist zum x-ten Male für die Durchführung des Pfingstturniers verantwortlich, das in diesem Jahr als Graphax Junior Trophy erstmals den Namen des neuen Hauptsponsors trug. Adrian Matt hat über die Jahre die Veränderungen und Gewohnheiten des Events hautnah miterlebt. «Früher meldeten sich oft bekanntere Klubs an. Das hat sich inzwischen geändert.»

Vereine, wie die Grasshoppers oder der FC Zürich, reisen eher ins Ausland und nehmen dort an internationalen Turnieren teil. Für die Dietiker heisst das, dass die Veranstaltung einen stärkeren regionalen Bezug erhalten hat. Schlieren, Spreitenbach oder Altstetten gehören beispielsweise zu den Stammgästen.

Die Feuertaufe in seiner neuen Funktion erlebte gestern Rolf Winiger. Der Juniorenobmann ist seit März in seiner neuen Funktion im Amt. Mit über 300 Junioren verteilt auf 16 Mannschaften wartet auf Winiger eine Menge Arbeit. Pro Woche investiert er durchschnittlich 10 Stunden in die Aufgabe. Für ihn kein Muss, sondern ein Dürfen. «Der FC Dietikon ist wie eine grosse Familie mit einem intakten Innenleben.» Dem Leiter Lok-Personal bei SBB-Cargo gelingt es offensichtlich, Beruf, Verein und Familie unter einem Hut zu vereinen.

Mehr noch: Nebst seiner Treue für den FCD ist Winiger ein leidenschaftlicher Anhänger des englischen Fussballs. Mit seinem Sohn Yannik schaute er sich zuletzt den Europa-League-Halbfinal Chelsea gegen den FC Basel vor Ort an. Wohlgemerkt in London.

Bei den D/9a-Junioren hatte sich die Enttäuschung mittlerweile gelegt. Sie hatten ihr Lachen wiedergefunden und taten das, was Tessinanbeter über Pfingsten am liebsten machen. Sie standen im Stau. Nicht vor dem Gotthard, sondern, vor dem Essens- und Getränkebuffet.

Meistgesehen

Artboard 1