Pontonier
Titelverteidiger wurden schon früh aus Rennen geworfen

Vor einer Woche hatten die Dietiker Roland Keller und Marcel Kohler noch ein Rennen gewonnen. Doch beim Eidgenössischen in Klingnau lief es den beiden Pontonieren nicht optimal.

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Ein Fehler, der schwere Folgen hat: Das Duo Roland Keller (l.) und Marcel Kohler touchiert die Stange schon zu Beginn und verabschiedet sich so aus den Spitzenrängen

Ein Fehler, der schwere Folgen hat: Das Duo Roland Keller (l.) und Marcel Kohler touchiert die Stange schon zu Beginn und verabschiedet sich so aus den Spitzenrängen

Alexander Wagner

Gleich zu Beginn unterlief Steuermann Roland Keller und Vorderfahrer Marcel Kohler ein Fehler, der die beiden Titelverteidiger schon frühzeitig aus dem Rennen warf. «Damit gewinnen wir keinen Blumenstrauss mehr», meinten die beiden masslos enttäuscht nach der Zieldurchfahrt. Gleich bei der ersten Durchfahrt touchierten sie eine Stange, was zwei Punkte kostet und sie schon vorzeitig aus den Spitzenrängen katapultierte. «Wir wollten wohl einfach zu viel», meinte Keller achselzuckend.

Hauptprobe geglückt

Dabei waren die beiden Dietiker gut in Form: Vor einer Woche in Olten haben sie ein Wettfahren gewonnen. Doch beim Eidgenössischen in Klingnau wollte es dann nicht mehr so richtig klappen. «Es ist halt sehr schnell etwas passiert», meinte der 43-jährige Keller, der im Winter auch noch Skirennen fährt und eigentlich bereits eine Kategorie höher starten könnte. Doch der selbstständige Elektro-Ingenieur ist gertenschlank und topfit, was nicht ganz alle Pontonier-Fahrer von sich behaupten können.

Und auch der Ehrgeiz ist trotz der zahlreichen Erfolge noch da: «Am liebsten wären wir rausgesprungen und ins Ziel geschwommen», meinte Keller kopfschüttelnd. Denn der Aufwand, den die beiden treiben ist enorm: Vor dem Saisonhöhepunkt trainierten sie mindestens dreimal pro Woche auf dem Wasser.

Sektionswettfahren als Abschluss

Aber zumindest einmal müssen sich Keller und Kohler, die bereits seit sieben Jahren in ihrem neun Meter langen und 500 Kilo schweren Boot zusammen fahren, nochmals aufraffen. Am Samstag steht für die Dietiker noch das Sektionswettfahren auf dem Programm. Doch das grosse Highlight ist buchstäblich ins Wasser gefallen.

Auch wenn es keine offizielle Zwischenrangliste gibt und die Endresultate erst ganz am Schluss des Festes am Sonntagnachmittag verkündet werden, so wissen die beiden Zürcher, dass sie diesmal nicht auf dem Podest landen werden. Und das nächste Eidgenössische Wettfahren ist erst in drei Jahren. Das ist eine der harten Seiten am Pontonier-Sport.