Schwingen
Thomas Kammermann will Ende August ein «Eidgenosse» sein

Die Zürcher Schwinger müssen sich am Nordostschweizer Schwingfest in Gais mit der Aussenseiterrolle begnügen. Für den Schwingklub Glatt- und Limmattal steigen Thomas Kammermann und Daniel Wettstein ins Sägemehl.

Bruno auf der Maur
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Der 25-jährige Thomas Kammermann (hinten) steht kurz vor seinem ersten «Eidgenössischen».

Der 25-jährige Thomas Kammermann (hinten) steht kurz vor seinem ersten «Eidgenössischen».

adm

Im Vorfeld des Eidgenössischen Schwingfestes in Burgdorf nimmt das Nordostschweizer Teilverbandsfest (NOS) in diesem Jahr einen ganz besonderen Stellenwert ein. Morgen fällt nämlich die Vorentscheidung für die Qualifikation für den Saisonhöhepunkt, der am Wochenende vom 31. August/1. September stattfinden wird. Die Selektionskriterien sind streng: Zwei Kantonalkränze oder ein Teilverbandkranz in der laufenden Saison sind nötig, um am Eidgenössischen antreten zu können. Wer sich beim NOS den Kranz erkämpft, sichert sich schon frühzeitig die Fahrkarte nach Burgdorf.

Ein Kranzerfolg der Glatt- und Limmattaler Vertreter Thomas Kammermann und Daniel Wettstein wäre eine kleine Sensation. Die Konkurrenz ist gegenüber einem Kantonalschwingfest nochmals eine Stufe stärker. Allerdings zeigte vor allem Kammermann in dieser Saison gute Leistungen. Zudem hat er einen nicht zu unterschätzenden Vorteil auf seiner Seite. Er kann den Wettkampf ohne grossen Selektionsdruck in Angriff nehmen, denn mit zwei Saisonkränzen hat der Oerliker die Qualifikation fürs Eidgenössische praktisch auf sicher. Der Leistungsausweis des 25-jährigen Sennenschwingers kann sich sehen lassen: Eine Auszeichnung am Frühjahrsschwinget in Hittnau sowie zwei Kranzgewinne am Zürcher und Schaffhauser Kantonalen zeigen die gute Verfassung. Zwar beanspruchte Kammermann am Schaffhauser Kantonalfest mit dem letzten Kranzrang eine gehörige Portion Glück. Dennoch müsste es ihm für die Qualifikation für das Eidgenössische Schwingfest reichen.

Am NOS bestreiten neben den besten Schwingern aus den Kantonen Zürich, Graubünden, Glarus, St. Gallen, Thurgau, Appenzell und Schaffhausen auch sechs starke Gäste den Wettkampf. Je zwei aus drei anderen Teilverbänden. Dabei entsenden die Innerschweizer mit Adi Laimbacher und Christian Schuler zwei absolute Spitzenschwinger in die Ostschweiz. Mit Thomas Zaugg vom Berner Verband figuriert der letztjährige Sieger des Schwägalp-Schwingets auf der Teilnehmerliste. Geschwächt sind die Ostschweizer Schwinger. Unspunnen-Sieger Daniel Bösch laboriert derzeit an einer Verletzung. Seine Teilnahme ist noch unsicher. Der fünffache NOS-Sieger und Schwingerkönig Arnold Forrer dürfte die starken Gästeschwinger nicht alleine im Schach halten können. Insgesamt sind 190 Teilnehmer für den Wettkampf gemeldet, darunter 18 Eidgenössische Kranzer.

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