Handball
Thierry Fongué: «Von Wehmut verspüre ich nichts, zumindest jetzt»

Der 28-jährige Limmattaler Thierry Fongué bestritt beim Barrage-Spiel zwischen GC Amicitia und dem HSC Suhr Aarau sein letztes Spiel auf NLA-Niveau.

Jörg Greb
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Hochkarätige Verstärkung: Trägt Thierry Fonué (links) bald wieder die Farben seines Stammklubs?

Hochkarätige Verstärkung: Trägt Thierry Fonué (links) bald wieder die Farben seines Stammklubs?

KEYSTONE

Thierry Fongué: Es war eine ziemlich spannende Partie mit dem richtigen Sieger (GC Amicitia siegte 23:19 und verbleibt in der NLA). Und es herrschte die beste Ambiance dieser ganzen Saison. Das war genial. Dazu trug der HSC Suhr Aarau mit seinem lauten Anhang massgeblich bei. Dass wir uns durchsetzen würden, überrascht mich weniger. Wir gewannen das Hinspiel auswärts in Aarau mit vier Toren Differenz, und während der ganzen Woche herrschte bei uns ein kompetitiver Spirit.

... halt, halt. Sichersein durften wir uns auch zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich war voll konzentriert, konnte für einige Impulse sorgen und genoss daneben die Partie. Fast ein wenig schade, dass es nun vorüber ist.

Durch meinen Bandscheibenvorsatz Anfang Saison, den ich konservativ behandeln liess, benötigte ich Zeit, bis ich die Form wieder fand. Jetzt wäre sie wieder da. Und wir hatten ein Team, das unter Arno Ehret sehr erfreulich gearbeitet hat. Da passte alles zusammen.

Ja. Bis anhin arbeitete ich Teilzeit neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und trainierte daneben sechs Mal die Woche. Im Sommer schliesse ich meine Ausbildung ab. Und ich will auf den Beruf setzen. Dem Sport schenke ich nicht mehr dieselbe Bedeutung.

Nein. Ich fühle eine grosse Genugtuung. Bin zufrieden. Von Wehmut spüre ich nichts, zumindest jetzt. 17 Jahre Handball, das war eine lange Zeit. Dietikon, Pfadi Winterthur mit dem Schweizer Meistertitel 2004, Yellow Winterthur, GS Stäfa, Endingen und nun drei Jahre GC Amicitia, das war eine schöne Zeit, eine intensive Zeit.

Sport bleibt wichtig. Aber er wird nicht mehr diesen Stellenwert haben. Der Aufwand für den Sport wird nicht mehr so gross sein. Aber ich werde aktiv bleiben, polysportiver tätig sein, Neues versuchen. Zum Beispiel freue ich mich, wenn ich mich mit meinem Bruder Rolf Malcolm (Anm. d. Red: Topsprinter) zum Sporttreiben verabreden kann.