Ein schöner Sieg!», freute sich Renato Bellotti gestern Samstag kurz nach 21 Uhr. Bellotti, der die NLC-Frauenmannschaft des TC Weihermatt trainiert, war selber überrascht vom Resultat, das seine Spielerinnen gegen Mendrisio erreicht hatten. 5:2 hiess es am Ende für die Limmattalerinnen. «Das hätte ich nicht erwartet», gab er zu. Seine Mannschaft, die auf diese Saison hin in die Nationalliga C aufgestiegen ist, hat damit einen grossen Schritt Richtung Saisonziel getan: den zweiten Tabellenrang und damit den Ligaverbleib zu sichern.

Dabei hatte der Samstagnachmittag gar nicht nach Wunsch von Bellotti und seinen Spielerinnen begonnen. Ein Wolkenbruch sorgte dafür, dass die Partien auf Sand buchstäblich ins Wasser fielen. Auch das Trocknen der Sandplätze brachte nichts mehr. Die Spielerinnen mussten in die Halle in Urdorf ausweichen. Sehr zum Unmut von Bellotti, der lieber auf Sand gespielt hätte, da er die Tessinerinnen auf dem schnellen Hallenboden im Vorteil sah.

Doch davon war zunächst nichts zu sehen. In der ersten Partie trat Raluca Ciulei gegen Lisa Canova an. Ciulei, als N3 die am besten klassierte Urdorferin und einst sogar in der Weltrangliste geführt, bekundete gegen ihre Gegnerin keine Mühe und siegte mit 6:3 und 6:2. Ebenfalls deutlich besiegte Isabella Bellotti ihre Gegnerin. Die Tochter des Trainers gewann mit 6:2 und 6:2. Damit führten die Urdorferinnen bereits nach den ersten beiden Partien mit 2:0.

Einen Dämpfer hingegen musste Jasmin Lanker verkraften, die gegen Lea Goldhirsch in drei Sätzen verlor und damit für die einzige Niederlage der Limmattalerinnen im Einzel sorgte. Dafür gewannen Claudia Buchmann und die erst 14-jährige Jenny Dürst ihre Partien souverän.

Im Doppel siegten Ciulei und Buchmann souverän mit 6:0 und 6:1. Dass das zweite Doppel von Lanker und Bellotti in drei Sätzen verloren ging, konnten die Limmattalerinnen verschmerzen, hatten sie die Begegnung doch bereits mit den Einzelpartien für sich entschieden.

Zum Abschluss steht noch die Begegnung gegen Lido Lugano aus. Und für Weihermatt ist die Lage äusserst komfortabel, da in der Tabelle bei Punktgleichheit die Direktbegegnungen Vorrang haben. «Wir haben damit gegenüber Sursee und Mendrisio einen Vorteil», meint Bellotti. Oder anders gesagt: Für Aufsteiger Weihermatt ist der Verbleib in der Nationalliga C in greifbare Nähe gerückt.