Skiakrobatik
Tanja Schärers vor dem Weltcupstart: «happy landing»

Am Sonntag beginnt für die 24-jährige Urdorferin die Weltcupsaison in China. Im Zentrum steht die Qualifikation für die Olympischen Spiele, die für sie keine Hürde darstellen sollte: ein Top-16-Platz in einem Weltcupwettkampf.

Raphael Biermayr
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2010 sind mitTanja Schärer (r.) und Evelyn Leu noch zwei Skiakrobatinnen an den Olympischen Spielen.

2010 sind mitTanja Schärer (r.) und Evelyn Leu noch zwei Skiakrobatinnen an den Olympischen Spielen.

Tanja Schärer, wie ist Ihr Formstand vor dem Weltcupstart?
Ich bin nicht da, wo ich es mir wünsche. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als daraus das Beste zu machen.
In China ist die ganze Elite am Start; was rechnen Sie sich für die Wettkämpfe in Beida Lake und Peking aus?
Ich habe mir nichts ausgerechnet, sondern gebe wie immer mein Bestes. Der Wettkampf in Peking wird abgesehen davon ein tolles Erlebnis: Er findet im Vogelnest-Stadion der Olympischen Spiele 2008 statt.
Welche Sprünge zeigen Sie?
Das entscheidet sich erst nach den Trainings der nächsten zwei Tage.
In den letzten Jahren hatten Sie mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Sind Sie aktuell beschwerdefrei?
Ich glaube, in meinem Sport kann man nie beschwerdefrei sein - Spass beiseite. In der Vorbereitung zog ich zwei kleine Verletzungen zu, eine am Nacken - meine Schwachstelle - und eine an der Schulter. Letztere macht sich noch bemerkbar, vor allem bei den nicht gelandeten Sprüngen. Darum gilt umso mehr das Motto: «happy landing».
Auf Facebook haben Sie Schlemmerfotos von einem Riesenschnitzel und Raclette gepostet. Plagt Sie Ihr schlechtes Gewissen nicht?
Wenn zwei Wochen China auf dem Plan stehen, ist das okay... Zwischendurch muss man einfach essen, worauf man Lust hat, wie das Schnitzel in Wien. Ich könnte aber nie ein Raclette vor einem Trainingstag oder Wettkampf essen. Was das Essen hier anbelangt, kann ich sagen: Es ist viel besser ist als in anderen Jahren - wir müssen nicht hungern.