Am Dienstag waren es noch 100 Tage bis zu den Olympischen Spielen in Sotschi. Was den Medien ein Grund ist, um den Stand der Bautätigkeiten am Austragungsort sowie der Situation der Menschenrechte in Russland zu beleuchten, wäre fast an Tanja Schärer vorbeigegangen. «Die Jungs machten mich darauf aufmerksam», sagt die 24-Jährige.

«Die Jungs» sind ihre Kollegen von der Schweizer Nationalmannschaft, mit denen sich Schärer gegenwärtig in der Vorbereitung in Saas Fee befindet. Auch nach der Vergegenwärtigung der 100-Tage-Marke hätte diese keine tiefere Bedeutung für die Urdorferin. «Ich zähle die Tage nicht herunter.»

Mit ihrem aktuellen Formstand ist Schärer zufrieden: Bereits im zweiten Training sprang sie einen Doppelsalto, «wir sind weiter als andere Nationen», freut sie sich. Im November geht es für drei Wochen ins finnische Ruka.

So gut wie qualifiziert

Es muss eine Menge schiefgehen, damit Schärer im Februar nicht zu ihren zweiten Olympischen Spielen startet. Dank des dritten Platzes am Weltcup in Sotschi im vergangenen Februar reicht ihr an einem Wettkampf im bevorstehenden Weltcup eine Platzierung in den Top 16. «Ich muss nur gesund durchkommen», sagt die Limmattalerin.

Im vergangenen Frühling weilte sie als Nationalmannschaftsmitglied bereits am sogenannten «Olympiatreff» von Swiss Olympic in Magglingen. Als menschliches Brett wurde sie von Sportlern anderer Disziplinen auf Händen getragen und durch einen Hindernisparcours manövriert. «Eine coole Sache», erinnert sich Schärer.