Faustball

STV Schlieren nach Fünf-Satz-Krimi in Finalrunde

Patricia Koruna (vorne) und Michelle Fedier erreichten die Finalrunde in Extremis.  Archiv/ZVG

Patricia Koruna (vorne) und Michelle Fedier erreichten die Finalrunde in Extremis. Archiv/ZVG

Das Fanionteam des STV Schlieren konnte sich dank einem Sieg gegen Oberentfelden in einem Fünf-Satz-Krimi mit drei abgewehrten Matchbällen sowie der Schützenhilfe von Jona doch noch für die Finalrunde qualifizieren.

Die Vorgabe vor dem entscheidenden Wochenende war klar: Je ein Sieg gegen Oberentfelden und Kirchberg mussten her, damit die Hoffnung auf einen Finalrundenplatz aufrechterhalten blieb. Der Rest lag dann nicht mehr in Schlieremer Hand: Jona musste Oberentfelden besiegen, damit Schlieren punktmässig vor Oberentfelden liegt. Bei Punktgleichheit hätten die Limmattalerinnen wegen des schlechteren Satzverhältnisses nur den 4. Platz erreicht und somit die Finalrunde verpasst.

Schlieren startete hoch motiviert in die Partie gegen Oberentfelden. Zwar zeigten sich noch kleine Ungenauigkeiten, mehrheitlich spielte die Truppe um Captain Simone Estermann aber sicher auf und konnte sich stetig etwas absetzen. Beim Stand von 9:6 nahm Oberentfelden ein Time-out, was Schlieren etwas aus dem Tritt brachte. Oberentfelden machte Punkt um Punkt gut, während die Limmattalerinnen nur halbherzig agierten und so den Satz in der Verlängerung mit 13:11 abgeben mussten. Neuer Satz, neues Glück: Die Schlieren-Frauen starteten mit Vollgas in Satz 2. Oberentfelden hatte dem nicht viel entgegenzusetzen. Mit einem klaren 11:6 wurde der Satzausgleich erreicht.

Der dritte Durchgang gestaltete sich sehr ausgeglichen, und so musste wieder die Verlängerung entscheiden, und wieder hiess der Sieger Oberentfelden (13:11). Davon liess sich Schlieren nicht aus der Ruhe bringen. Es fand wieder zu mehr Konstanz und konnte so in Satz 4 das Spieldiktat von Beginn an in die Hand nehmen. Mit einem klaren 11:6 schafften die Limmattalerinnen den erneuten Satzausgleich.

Time-out bringt Wende

Im Entscheidungssatz verpassten Estermann und Co. den Start komplett und mussten bei einem 3:6-Rückstand die Seiten wechseln. In der Folge konnten sie sich nie richtig herankämpfen. In der Abwehr wechselten gute mit ungenügenden Aktionen ab und im Angriff fehlte die letzte Konsequenz. So sah sich Schlieren beim Stand von 7:10 mit drei Matchbällen des Gegners konfrontiert. Ein Time-out brachte die gewünschte Wirkung: Wie ausgewechselt zeigten sich die Limmattalerinnen von der besten Seite. Die Abwehr stand sicher, das Zuspiel kam nun auch und der Angriff war druckvoll und präzise. Ein starker Service ermöglichte einen einfachen Spielaufbau, der auch gleich verwertet wurde: 8:10. Servicefehler des Gegners: 9:10. Service aufgelesen und mit druckvollem Angriff über die Mitte verwertet: 10:10. Servicefehler des Gegners: 11:10. Servicepunkt des Gegners: 11:11. Starker Service von Schlieren und Leinenfehler des Gegners: 12:11. Servicefehler des Gegners, 13:11. Punkt um Punkt tasteten sich die Schlieremerinnen an das schier Unmögliche heran und konnten dank Kämpferherz das Drama um Satz 5 für sich entscheiden.

Schneller Sieg gegen Kirchberg

Das zweite Spiel gegen Kirchberg ist schnell erzählt. Der Niveauunterschied zwischen den Teams war gross, so dass nie Zweifel am 3:0-Sieg aufkamen. Mit 11:4, 11:2 und 11:4 konnte Schlieren zwei sichere Punkte verbuchen.

Abwarten und Champagner trinken

Der Fokus galt nun dem Spiel Jona gegen Oberentfelden. Die Partie gestaltete sich aus Limmattaler Optik äusserst positiv. Oberentfelden gab im ersten Satz erneut eine 10:7-Führung her, in der Folge war die Luft etwas draussen, so dass Jona die Partie mit 3:1 gewann und Schlieren in die Finalrunde schoss.

Somit war der Gewinn einer Medaille Tatsache, und der miserable Saisonstart vergessen. Am 10. und
11. September findet die Finalrunde statt.

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