Eishockey

«Stiere» verlieren nach guter Leistung

Auch Sandro Fischer konnte die Niederlage mit seinen Paraden nicht verhindern.

Auch Sandro Fischer konnte die Niederlage mit seinen Paraden nicht verhindern.

Der EHC Urdorf unterliegt zum Auftakt der Meisterrunde Winterthur aufgrund zu vieler Strafen knapp mit 2:3.

Um die Moral des EHC Urdorf vor dem ersten Spiel der Meisterrunde zu erklären, eignet sich das letzte Qualifikationsspiel gegen den EHC Bülach. In extremis haben sich die Spieler von Trainer Daniel Hüni in die Meisterrunde der vier besten Mannschaften der Drittligagruppe zwei gespielt.

«Ein Aufstieg in die zweite Liga käme für uns aber noch zu früh», sagte Captain Sebastian Hauser vor Spielbeginn mit Blick auf die junge Urdorfer Mannschaft. Hauser war aber überzeugt davon, dass die Winterthurer in der Reichweite seiner Mannschaft liegen. Sein Team musste in der Qualifikation zwei unnötige und hohe Niederlagen einstecken.

Vom ersten Puckeinwurf an zeigten die «Stiere» keinen Respekt vor dem Favoriten aus der Eulachstadt. «Wir müssen die Räume dichtmachen und die Winterthurer unter Druck setzen», gab Daniel Hüni der Mannschaft als Marschroute mit auf den Weg. Weiter hoffte der Urdorfer Übungsleiter, dass sein Team den Respekt vor dem Gegner ablegen und den Schwung aus der letzten Partie mitnehmen wird.

Im Defensivverhalten zeigten die «Stiere» von Beginn weg in der Tat eine gute Leistung. Mit dem überragenden Torhüter Sandro Fischer im Rücken gelang es ihnen, das Tor rein zu halten. In der 7. Minute brachte Raphael Studer die Gäste sogar in Führung. Allerdings konnten sich die Urdorfer nicht lange über den Führungstreffer freuen. Claudio Juan stellte in der 12. Minute den Gleichstand wieder her.

Wie wertvoll ein starker Torhüter ist, zeigte sich im Mitteldrittel. Sandro Fischer liess seine Vorderleute nicht im Regen stehen und sorgte mit superben Abwehrparaden dafür, dass der Gleichstand vorerst gewahrt werden konnte. Sandro Duttweiler liess in der 26. Minute sogar eine gute Möglichkeit aus, als er in aussichtsreicher Abschlussposition am glänzend reagierenden Winterthur-Torhüter Stefan Meyer scheiterte.

Im Mitteldrittel handelten sich die «Stiere» jedoch zu viele Strafen ein. Daraus resultierte bis zum Drittelsende ein Rückstand von zwei Toren. Als gleich zwei Urdorfer die Strafbank drückten, erzielte Daniel Rotta das 2:1. 18 Sekunden vor der Sirene musste Fischer den Puck erneut aus dem Torgehäuse fischen. Wiederum münzten die Winterthurer einen numerischen Vorteil in einen Treffer um.

Die Urdorfer waren im letzten Abschnitt bemüht, noch einmal für Spannung zu sorgen. Mit dem Anschlusstreffer durch Samuel Kuoni in der 57. Minute kehrte die Hoffnung auf einen Punktgewinn zurück. Weil die Gäste aber in der Endphase nie mehr mit dem vollen Kontingent an Spielern auf dem Eis waren, konnte der Ausgleich nicht mehr realisiert werden.

Trotz der Niederlage richtete Daniel Hüni ein grosses Kompliment an seine Mannschaft. «Das Team hat bis zum Schlusspfiff sehr engagiert gespielt und nie zu kämpfen aufgehört», so Hüni zum guten und kämpferisch starken Spiel seiner Urdorfer «Stiere». Artigkeiten richtete der Trainer aber auch an den EHC Winterthur, der trotz, zweifelhaften und unverständlichen Schiedsrichterentscheiden sich nie provozieren liess und jederzeit für ein faires Spiel bestrebt war.

Meistgesehen

Artboard 1