Eishockey

«Stiere» in der Aufstiegsrunde!

Das entscheidende Wochenende der «Stiere» erlebte am späten Sonntagabend einen erfolgreichen Abschluss. Der EHC Urdorf gewinnt in der 3. Liga gegen Bülach II 7:5 – nach 3:5-Rückstand.

Trotz einem 2:3 nach Verlängerung gegen den Tabellenvorletzten Dübendorf tags zuvor bot sich den Urdorfern im Direktduell gegen Bülach II die letzte Chance, Platz vier und damit die Aufstiegsrunde zu erreichen. Grund: Glarus verlor überraschend gegen den Letzten Schaffhausen und verabschiedete sich somit definitiv aus den Top 4. Die «Stiere» packten die Chance, gewannen gegen Bülach mit 7:5 und spielen nun gar um den Aufstieg in die 2. Liga.

Die 150 Fans sahen ein «Finale»

Die Ausgangslage war klar: Der Sieger der Partie würde der Abstiegsrunde aus dem Weg gehen. Urdorf hätte, aufgrund der besseren Bilanz aus den Direktbegegnungen, ein Sieg nach Verlängerung gereicht. Beide Teams hielten sich denn auch nicht lange mit Abtasten auf. Und boten den 150 Zuschauern einen begeisternden Kampf, ein richtiges Finale.

Lanciert wurde der abwechslungsreiche Abend von Liga-Topskorer Raphael Studer. In seiner unnachahmlichen Art umkurvte er die staunenden Gäste und traf in der 5. Minute zum 1:0. In der Folge rieben sich die «Stiere» immer wieder an der gegnerischen Abwehr auf, zudem unterliefen ihnen in der eigenen Defensive Fehler. Folge: Bülach zog bis in die 27. Minute auf 1:3 davon und lag auch beim Seitenwechsel im dritten Drittel noch mit 5:3 voraus.

Doch dann, in den letzten zehn Minuten, brachen alle Dämme. Birrer in Überzahl (51.) und Hofmann (52.) glichen zum 5:5 aus. Und dann kam der grosse Auftritt des «alten Mannes». Daniel Hauser, mittlerweile 40-jähriger Familienvater und in den 90er-Jahren als junger Spieler in Urdorfs damaliger 1.-Liga-Mannschaft dabei, legte mit seinem Treffer nach 53:39 Minuten zum 6:5 den Grundstein zum Erfolg. Es war Hausers zweiter und letzter Einsatz für die 1. Mannschaft. Ab sofort wird er wieder für die Senioren spielen.

Trotz bester Möglichkeiten für die «Stiere» änderte sich am Resultat auch bis in die letzte Spielminute nichts. Dann musste Urdorfs Samuel Kuoni in die Kühlbox, Bülach ersetzte Goalie Wichser durch einen sechsten Feldspieler – und Studer traf 47 Sekunden vor Schluss ins verwaiste Tor zum 7:5.

Des Trainers Zufriedenheit

Urdorfs Trainer Dani Hüni war die Zufriedenheit über den Erfolg deutlich anzumerken. «Ein grosses Kompliment an meine Mannschaft. Diese Moral: unglaublich! Wir liegen zweimal mit zwei Treffern hinten und gewinnen doch noch.» Mit dem vierten Platz habe man das Ziel erreicht. «Die Aufstiegsrunde ist das Dessert», so Hüni.

Und das wolle man geniessen. Wann die Aufstiegsrunde startet, ist noch nicht klar. Aber die Ausgangslage: Weil alle Punkte aus der Qualifikation mitgenommen werden, hat der EHC Urdorf in den verbleibenden drei Partien keine Chance, an Leader EIE heranzukommen.

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