Kunstturnen
Steingruber strebt auf dem Mutschellen die perfekte Vorstellung an

Giulia Steingruber ist das Aushängeschild der am Wochenende in Widen (Burkertsmatt) stattfindenden Schweizer Meisterschaften. Die zweifache Europameisterin am Sprung strebt zum dritten Mal nach 2011 und 2013 den Gewinn aller fünf Goldmedaillen an.

Merken
Drucken
Teilen
Giulia Steingruber verteidigt ihren EM-Titel am Sprung erfolgreich

Giulia Steingruber verteidigt ihren EM-Titel am Sprung erfolgreich

Keystone

Die Schweizer Sportlerin des Jahres ist einmal mehr die grosse Favoritin, wenn die nationale Elite am Wochenende um Medaillen kämpft. 14 der letzten 15 Goldmedaillen an Schweizer Meisterschaften hat Steingruber gewonnen. Nur Jessica Diacci hatte es 2012 am Balken geschafft, in die Phalanx von Steingruber einzudringen.

Für Steingruber sind die nationalen Meisterschaften der erste grosse Wettkampf seit den Europameisterschaften im Mai in Sofia, wo die 20-Jährige neben Gold am Sprung auch noch die Bronzemedaille am Boden gewonnen hat.

Nach nur einer Woche Sommerferien hatte für sie und ihre Teamkolleginnen mit dem zehntägigen Trainingslager in Thessaloniki (Gr) Ende Juli bereits wieder die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften begonnen, die Anfang Oktober in Nanning (China) stattfinden werden.

Der Mehrkampf am Samstag und die Gerätefinals am Sonntag sind für Steingruber und Co. eine erste Standortbestimmung im Hinblick auf die Titelkämpfe in China - und die Hauptprobe für den stark besetzten Länderkampf gegen Rumänien und Deutschland am 6. September in Obersiggenthal AG.

Capelli nicht an der WM

Während das Nationalkader der Frauen in Widen komplett antreten wird, fehlen bei den Männern einige potenzielle Medaillen-Anwärter. Neben den in diesem Jahr operierten Nils Haller (Schulter), Lucas Fischer (Knie) und Pablo Brägger (Ellbogen) muss auch Claudio Capelli für die Schweizer Meisterschaften passen.

Den Routinier der Mannschaft von Nationaltrainer Bernhard Fluck plagen Schulterprobleme, deretwegen der 27-jährige Seeländer auch auf den Start an den Weltmeisterschaften in China verzichten wird.

Favorit auf den Mehrkampf-Titel ist Oliver Hegi. Der 21-jährige Aargauer hat im vergangenen Jahr in Montreux erstmals triumphiert und sich auch international als bester Schweizer Mehrkämpfer etabliert. An den EM in Sofia wurde Hegi im Reck-Final hervorragenden Vierter.

Programm: Schweizer Meisterschaften. Samstag, 30. August, ab 14 Uhr: Mehrkampf Amateure. - Ab 18.15 Uhr: Mehrkampf Elite Männer und Frauen. - Sonntag, 31. August, ab 11.10 Uhr: Gerätefinals Männer und Frauen.