Handball
Stefan Konkol alleiniger Trainer des HC-Dietikon-Urdorf-Fanionteams

„Dietikon-Urdorf und ich werden immer verbunden bleiben, egal ob ich als Vorstandsmitglied, als Juniorencampleiter oder Matchblattdrucker tätig bin“, sagt Noch-HCDU-Trainer Sascha Schoenholzer schmunzelnd.

Maila Bermejo
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Er tritt aus dem Schatten seines Vorgängers: Stefank Konkol (links) mit Sascha Schoenholzer. MBM

Er tritt aus dem Schatten seines Vorgängers: Stefank Konkol (links) mit Sascha Schoenholzer. MBM

Limmattaler Zeitung

Seit 1985 ist Schoenholzer Mitglied im Verein, seit vier Jahren Spielertrainer der ersten Mannschaft. Nun braucht er – aber auch das Team – einen Wechsel. „Eigentlich wollte ich mein Amt schon vor einem Jahr abgeben“, so Schoenholzer, „aber ich habe mich gerne einverstanden erklärt, Stefan Konkol in seinem ersten Jahr im Fanionteam zu begleiten.“

Jetzt sei es an der Zeit, Konkol die Zügel ganz zu überlassen. Ausserdem sei die Zwei-Trainer-Variante für die erste Mannschaft sowieso etwas zu luxuriös gewesen, führt Schoenholzer aus. «Wir sind froh, dass wir Sascha nicht gänzlich verlieren», liess der Vorstand verlauten. «Zwar tritt er als Trainer zurück, aber für den Verein ist das eine Chance, ihn anders einzusetzen.»

«Alles ein bisschen viel»

Für Schoenholzer, der neben seiner Trainertätigkeit beim HCDU auch noch die U17-Nationalmannschaft betreut, beruflich eine Führungsposition innehat und zweifacher Familienvater ist, war das vergangene Jahr „einfach ein bisschen zu viel. Ich musste überall davonrennen, um dafür knapp zu spät zum nächsten Termin zu kommen.“ Das nagte an der Motivation. Zusätzlich musste sich der bald 37-Jährige noch von seiner Knieoperation im vergangenen Sommer erholen.

Dem Handballsport bleibt das HCDU-Urgestein weiterhin treu. „Ich würde gerne wieder selber spielen“, so Schoenholzer. „Wenn das Umfeld passt könnte ich mir aber auch ein Engagement als Trainer oder Betreuer mit klar abgestecktem Aufwand vorstellen.“ Er habe auch schon einige Anfragen bekommen und prüfe diese, führt er aus. Vielleicht streife er sich aber auch wieder das HCDU-Leibchen über. Auch einer Tätigkeit im Vorstand von Dietikon-Urdorf ist Schoenholzer nicht grundsätzlich abgeneigt. „Handball: ja. Wie, wo, was und wann weiss ich noch nicht“, fasst er zusammen.

Leistungsgedanken stärker leben

Das «neue, alte» Gesicht an der Seitenlinie des HCDU wird Stefan Konkol sein. Es sei ihm nicht schwer gefallen, diese Entscheidung zu treffen, sagt Konkol. Dennoch hat der 33-Jährige eine Bedingung an die Fortsetzung seines Engagements geknüpft: «Mein Hauptanliegen war es, den Leistungsgedanken in der ersten Mannschaft noch stärker zu verankern.» Ein Verein soll zwar in den Nachwuchs investieren, aber auch ein attraktives Aushängeschild haben, das die jungen Talente an den Klub bindet, so Konkol.

Erleichtert wird ihm seine Aufgabe durch die Zusagen vieler Spieler im Hinblick auf die neue Saison. Ausser Marc Kilchenmann (Ausbildung) und Philipp Wüthrich (Auslandaufenthalt) sind offiziell keine Austritte bekannt. «Das ist ein Vorteil für alle», sagt Konkol. «Eine gewisse Konstanz im Team ist absolut zentral, um nächstes Jahr an die Leistung der laufenden Saison anknüpfen zu können.»

Von der Trainerlösung begeistert zeigt sich auch der Vorstand. Konkol sei sehr engagiert und setze die Vorstandsziele um. «Ausserdem hat Kontinuität erste Priorität. Aus diesen Gründen war er auch unser Wunschkandidat.»