Über diese Niederlage ärgert man sich bei Oetwil-Geroldswil jetzt noch. Ende Oktober verloren die Limmattaler bei Srbjia Zürich im vorletzten Spiel der Hinrunde mit 1:2 – und das, nachdem sie bis 20 Minuten vor Schluss noch mit 1:0 geführt und mehrere gute Torchancen vergeben hatten. «Wir hätten eigentlich mit 3:0 führen müssen», sagt Roger Balmer, Trainer von Oetwil-Geroldswil. Hätte sein Team gewonnen, hätte es jetzt gerade mal zwei Punkte Rückstand auf Leader Srbija. Noch ärgerlicher sind für Balmer aber die vielen anderen Partien, in denen seine Mannschaft nicht gewonnen hat. «Wir haben viermal unentschieden gespielt», moniert er. «Das ist zu viel. Mit der Vorrunde bin ich nicht zufrieden.»

Damit liegt Oetwil-Geroldswil bereits acht Punkte hinter Srbija auf Rang 4. Der Aufstieg ist damit zwar noch möglich, aber in weite Ferne gerückt. Immerhin haben die Limmattaler die Winterpause mit einem Erfolgserlebnis beendet. Sie haben im letzten Spiel Neftenbach mit 4:1 besiegt. «Das war eine solide Leistung», lobt Balmer. Überhaupt sei er zufrieden mit der Trainingspräsenz seiner Schützlinge.

Ausserdem hat Oetwil-Geroldswil sein Kader verstärkt. So ist vom FC Schlieren der Verteidiger Claudio Studer neu zum Team gestossen. Auch neu dabei ist Damijan Skoric vom FC Engstringen. «Wir wollten mehr Stabilität in den Kader bringen», erklärt Balmer. «Claudio und Damijan sind sehr agile Spieler. Claudio bringt zudem 2.-Liga-Erfahrung mit, was uns sicher helfen wird.»

Wie Oetwil-Geroldswil hat sich auch Ligakonkurrent und Lokalrivale Urdorf mit zwei neuen Spielern verstärkt. Sandro Seiler kommt vom FC Altstetten, Nicolas Deblues von Union Sportive Terre-Sainte. Doch die Urdorfer müssen auch einige Abgänge verkraften. So verlässt Tim Stucki den Verein in Richtung Birmensdorf, wo er für die zweite Mannschaft spielen wird. Aleksander Cajic legt eine Pause ein, ebenso Torhüter Daniele Rotondo.

Auch im Trainerteam gibt es einen Wechsel. So hat Peter Würgler seinen Posten als Co-Trainer aufgegeben. Er wird ersetzt durch Davide Pezzuto und mit Giovanni Musumeci das neue Trainerteam bilden. Zudem verlief die Vorbereitung für die Urdorfer zwiespältig. Lediglich gegen die 4.-Liga-Mannschaft der Blue Stars Zürich konnten sie gewinnen. Trotzdem ist Musumeci zufrieden. «Wir haben gute Leistungen gezeigt, vor allem im Spiel gegen Schlieren, dass wir eigentlich hätten gewinnen sollen», sagt der Urdorfer Trainer. In der Meisterschaft liegen die Limmattaler zwar immerhin auf Rang 6. Nach oben dürfte für Urdorf allerdings nicht mehr viel gehen. Der Rückstand auf den Tabellenführer beträgt bereits elf Punkte. Tröstlich: Auf Platz 10, den ersten Abstiegsplatz, sind es auch schon neun Punkte.

Zum Rückrundenstart empfangen die Urdorfer United Zürich 2. Gegen die Zürcher hat Urdorf in der Hinrunde noch mit 0:8 verloren. «Damals fehlten mir zahlreiche Spieler», erklärt Musumeci. «Jetzt werden wir dagegenhalten und versuchen, gegen United zu gewinnen.» Er glaubt, dass seine Mannschaft reifer geworden ist: «Das Potenzial des Teams ist gross.» Musumecis Ziel: Er will Urdorf unter die ersten Vier in der Tabelle
bringen.

Der Start ist wichtig

Oetwil-Geroldswil hingegen schielt noch weiter nach nach oben. Balmer sieht seine Mannschaft unter den Top 3. Und er erinnert an die vergangene Saison. «Da haben wir vor der Rückrunde auch mal sechs Punkte Rückstand gehabt und dann den Aufstieg um einen Punkt verpasst», sagt Balmer. «Und es gibt ja noch elf Spiele.» Wichtig sei allerdings der Start. Und der dürfte für Oetwil-Geroldswil wegweisend werden. Die Limmattaler spielen am Sonntag gegen das zweitplatzierte Croatia, gegen das sie in der Hinrunde auswärts mit 1:0 gewonnen haben. «Wenn wir gut aus den Startlöchern kommen», sagt Balmer zuversichtlich, «ist vieles möglich.»

Unter Druck setzen will er seine Spieler aber nicht. «Wir wollen einfach in jedem Spiel das Beste geben», sagt er. «Am Ende sehen wir, was dabei rauskommt.»