Die Weltmeisterschaften in Peking sind der Höhepunkt der Leichtathletiksaison 2015. Die Dietiker Amaru Schenkel, Rolf Malcolm Fongué, der Urdorfer Steven Gugerli und der Unterengstringer Suganthan Somasundaram erhoffen sich einen Startplatz. Vielleicht reisen sie alle als Staffelnationalteam nach China. Einen Testlauf im Wortsinn unternehmen die vier am kommenden Samstag auf der anderen Seite der Welt: In Nassau auf den Bahamas steht die zweite Austragung der Staffel-WM bevor. Es ist ein konstruierter Anlass – aber nach der Zusage von Superstar Usain Bolt wird er genügend Aufmerksamkeit erhalten.

Die Schweizer Männer sind lediglich über 4 x 100 Meter am Start, die Frauen auch über 4 x 200 Meter. Zwei Rennen sind garantiert, was bedeutet, dass jeder Athlet für 200 Meter um die halbe Welt reist. Allerdings: Da Alex Wilson und Pascal Mancini gesetzt sind, dürften zwei Limmattaler mindestens in einem Lauf nur zuschauen. Das Ziel der Schweizer ist die Verbesserung des Schweizer Bestwerts. Der steht seit den Heim-EM im vergangenen Jahr bei 38,54 Sekunden. Nach dem Anlass in Zürich übernahm Trainer Laurent Meuwly neben der Frauen- auch die Männerstaffel – eine seltene und von einigen Athleten kritisierte Konstellation. Suganthan Somasundaram war Mitglied im letztjährigen Rekordteam. Er freut sich auf die Reise auf die Bahamas, die morgen beginnt. Wie gewohnt muss er dafür Ferien opfern: Der Informatiker arbeitet wieder zu 100 Prozent, nachdem er wegen der EM das Pensum auf 80 Prozent reduziert hatte. Die Leichtathletik hatte im vergangenen Jahr in der Schweiz eine grosse Aufmerksamkeit genossen. Das ist vorbei, hat der Unterengstringer festgestellt: Dem zurückhaltenden Unterengstringer ist das nicht unangenehm.