Handball
Spitzenhandballer Raphael Guitton wechselt zu Erstligist Dietikon Urdorf

Erstligist Dietikon-Urdorf verpflichtet den ehemaligen NLA-Spieler Raphael Guitton von Wetzikon und glänzt beim Turnier in Dagmersellen mit der Finalteilnahme.

Rainer Sommerhalder
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Tormaschine Raphael Guitton (am Ball) wechselt ins Limmattal. (AWA)

Tormaschine Raphael Guitton (am Ball) wechselt ins Limmattal. (AWA)

Was unterscheidet eine durchschnittliche 1.-Liga-Truppe von einem Spitzenteam? Sicher die Qualität des Kaders, aber auch die taktischen Varianten. Der HC Dietikon-Urdorf (HCDU) hat im Sommer in beide Bereiche investiert und steigt durchaus mit Ambitionen in die am 8.September startende Meisterschaft.

Bereits seit Dezember 2008 fehlte dem HCDU ein Kreisläufer von Format. Dieses Handicap ist nun beseitigt im Team. Mit dem 27-jährigen Raphael Guitton kommt ein ehemaliger Junioren-WM-Teilnehmer und NLA-Spieler bei Endingen und GC. Er hat in der letzten Saison bereits seine Spuren in der Gruppe 1 der 1. Liga hinterlassen. In Wetzikon belegte er in der von HCDU-Shooter Daniel Imhof gewonnenen Torschützenwertung Platz 3. Wenn man seine 134 erzielten Treffer auf die gespielten Partien umrechnet, kommt Guitton als einziger 1.-Liga-Spieler sogar auf einen Schnitt von acht Toren.

Team mit Guitton überzeugt

Dass diese neue Waffe durchaus wirksam ist, bewiesen die Limmattaler beim Turnier von Dagmersellen am letzten Wochenende. Sie gewannen vier von fünf Gruppenspielen und unterlagen im Final dem NLB-Verein Solothurn/Grauholz lediglich mit 9:10. In der Vorrunde hatten sie denselben Gegner sogar geschlagen. Auch taktisch vermochte das Team zu überzeugen. «Wir haben einige Tore mittels Gegenstoss erzielt», freute sich Spielertrainer Claude Bruggmann. Eine alte HCDU-Waffe, die aber in den letzten zwei Saisons zunehmend stumpfer wurde. Der Spielertrainer hat nun den Gegenstoss zu einem Schwerpunkt in der taktischen Weiterentwicklung erklärt.

Bruggmann ist zuversichtlich

Den letzten Schliff für den Saisonstart holt der HC Dietikon-Urdorf am kommenden Wochenende in einem dreitägigen Trainingslager in Österreich. Claude Bruggmann ist motiviert: «Natürlich sind die Resultate aus den Vorbereitungsspielen wenig aussagekräftig, doch wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.» Als Trumpf erwähnt er das deutlich breitere Kader von 17 Spielern. Bislang blieb man mit einer Ausnahme auch vom Verletzungspech verschont: Der rechte Flügel Ron Baumgartner fällt mit einem Kreuzbandriss für die gesamte Spielzeit aus.

Der Saisonstart wird für den HCDU gleich zum Härtetest. Am Donnerstag, 6. September, geht die lange Reise im Schweizer Cup zum Zweitligisten Lausanne, zwei Tage später empfängt man zum Meisterschaftsstart NLB-Absteiger Arbon. Danach weiss man definitiv, wo man steht.

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