Auch im Spiel gegen Hellas zeigte Muhi, wieso er als typischer Stürmer gilt. Nur zwei Minuten benötigte er, um seine Farben in Führung zu schiessen. «Souhel ist ein Knipser, gerade das macht ihn so wertvoll», hält Trainer Caputo fest. Tatsächlich gilt Muhi als eher lauffauler Stürmer, der aber immer wieder richtig steht. Auf seine Laufbereitschaft angesprochen, lächelt Muhi nur: «Es stimmt schon, dass ich wohl gegen hinten etwas mehr machen könnte. Aber ich spekuliere halt gerne und mit meiner Erfahrung weiss ich auch, welche Fehler Verteidiger machen könnten.»

Wechsel zu Dietikon

Über Erfahrung verfügt der 25-Jährige tatsächlich. Nachdem er die Schlieremer Juniorenabteilung durchlaufen hatte, wechselte er zum FC Dietikon und kam dort in der A-Meisterklasse sowie in der 2. und 3. Liga zum Einsatz. Nach zwei Jahren wechselte er zu United Zürich, stieg mit diesem Team auf und spielte danach auch noch kurz bei YF Juventus. «Ich hatte bei Dietikon eine tolle Zeit; der Wechsel zu United Zürich hatte finanzielle und sportliche Gründe», erinnert sich Muhi.

Seit drei Jahren wieder zurück

Seit bald drei Jahren spielt Muhi nun aber wieder bei seinem Stammklub. «Beat Studer, damals Coach, und Emanuel Preite aus der ersten Mannschaft haben mich zur Heimkehr überredet», sagt Muhi, der im Innendienst einer grossen Versicherung arbeitet. Nach seiner Rückkehr verletzte sich Muhi am Kreuzband, eine Operation war unumgänglich. «Die Zeit hat mich mental noch stärker gemacht, ich merkte, wie sehr ich den Fussball schätze», blickt Muhi zurück. Tatsächlich ist Muhi seither nochmals stärker geworden, zudem scheint er als Person gereift. «Er ist für uns auch in der Garderobe wichtig, als typischer Schlieremer kennt er die Geschichte des Vereins», weiss Caputo.

Muhi hat gelernt, sich nicht an Gegnern und Schiedsrichtern aufzureiben. Streng nach seinem Motto «In der Ruhe liegt die Kraft», fällt Muhi nur noch mit Toren auf. «Souhel macht die Tore auch, wenn es ihm mal nicht so gut läuft. Damit hilft er dem Team sehr», hält Captain Baumann fest. Auch gegen Hellas war Muhi nahe an weiteren Torerfolgen, der Pfosten stand aber im Weg.

Weitere Torjägerkrone im Visier

Auf die Schlieremer Saisonziele angesprochen, grinst Muhi, der nächstes Jahr das C-Diplom erwerben möchte, nur: «Unser Trainer hat uns verboten, unsere Ziele nach aussen zu tragen. Persönlich würde mir aber eine weitere Torjägerkrone gefallen.» Bereits 2008/2009 wurde Muhi bei Dietikon Topskorer. Es ist nicht auszuschliessen, dass er sich auch dieses Jahr wieder krönen lassen kann. Der FCS hätte wohl nichts dagegen.