Nach dem erfreulich guten Saisonstart stieg Oetwil-Geroldswil voller Zuversicht in die Partie gegen Hellas. Mit Hellas war die bisher defensiv schwächste Truppe der gesamten Zürcher 3. Liga auf der Werd zu Gast, zumal die Stadtzürcher in ihren ersten 5 Partien nach dem Aufstieg bereits 23 Gegentreffern kassierten. Obwohl Oetwil-Geroldswil die Partie beherrschte, blieb der angestrebte Führungstreffer vorerst aus.

«Eine sehenswerte Aktion»

OG-Trainer Roger Balmer peitschte sein Team von der Seitenlinie her immer wieder nach vorne und forderte von seinen Akteuren die nötige Geduld, welche sich in der 16. Minute mit dem Führungstreffer durch Bozova auszahlte. «Dieser Treffer war in der Entstehung eine sehr sehenswerte Aktion», so der 42-jährige Trainer. Nur ein Kopfschütteln hatte Balmer für den Ausgleichstreffer kurz vor der Pause übrig: «Aus dem Nichts kam Hellas zum Torerfolg und das 1:1 zur Pause war für uns zu wenig, wobei die Gäste von einem unnötigen Ballverlust profitierten.»

Viel Risiko in der zweiten Halbzeit

Obwohl sein Team auch nach dem Seitenwechsel den Führungstreffer anstrebte, blieb der Torerfolg aus. Mit Ausnahme einer einzigen Sturmspitze agierten die Gäste in der zweiten Halbzeit sehr defensiv, was die Einheimischen vor grosse Probleme stellte. Balmer reagierte in der Schlussviertelstunde und entblösste seine Abwehr, während Joker Ardit Sulejmani die Offensive verstärkte. Wohl stand Hellas-Keeper Ektor Sotiropoulos immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens, doch am Resultat änderte sich nichts mehr.

Qualität nicht umgesetzt

«Gegen vermeintlich schwächere Mannschaften haben wir einfach Mühe. Dabei fehlte es nicht nur an der Entschlossenheit, die ganze Mannschaft vermochte trotz guter Trainingsleistungen ihre Qualitäten nicht umzusetzen», sagte Balmer, welcher das Team seit Sommer 2012 trainiert. Der ehemalige 1.-Liga-Fussballer kehrte damals von Albisrieden aufs Werd zurück, war er doch von 2003 bis 2007 unter den Trainern Michael Egger und Daniel Margreth bei OG als Spieler tätig. Nun gilt es, die fehlende Konstanz baldmöglichst abzulegen und so den angestrebten Spitzenplatz zu erreichen.