Eisklettern
Silber für Petra Klingler in Champagny

In Champagny-en-Vanoise (FRA) fand am Wochenende der fünfte Eiskletter-Weltcup mit rund neunzig Athletinnen und Athleten aus 16 Ländern statt. Petra Klingler sorgte mit je einem zweiten Platz für einen Grosserfolg der Schweizer Delegation.

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Petra Klingler aus Bonstetten verpasste den Sieg in Champagny nur ganz knapp

Petra Klingler aus Bonstetten verpasste den Sieg in Champagny nur ganz knapp

Peter Huser

Der zweitletzte Weltcup der Eiskletterer dieser Saison fand am Wochenende in Frankreich statt. In Champagny-en-Vanoise steht eine ideale und imposante Eisstruktur zur Verfügung. Aus der Schweiz reiste eine grosse Delegation (drei Frauen und neun Männer) nach Frankreich mit dem Ziel, an die guten Resultate der Weltmeisterschaften vor einer Woche anzuknüpfen.

Petra Klingler immer stärker

Es war bereits das dritte Mal in Folge, dass Petra Klingler (Bonstetten; Mitglied des Regionalzentrums Zürich) die Tabelle nach der Qualifikation anführte. Und diese Führung verteidigte sie auch im Halbfinal. Als einzige Athletin konnte sie die schwierige Route bis zum Top klettern. Im Final gab es dann den erwarteten Zweikampf mit der dominierenden Italienerin Angelika Rainer.

Ganz knapp hatte Rainer diesmal die Nase noch vorne und Klingler musste sich mit dem hervorragenden zweiten Rang begnügen. Nach zwei dritten Rängen in Saas Fee und in Rabenstein (ITA) ist dies aber eine weitere Steigerung und ein erster Sieg an einem Eiskletter-Weltcup liegt zum Greifen nahe.

Mit Sina Götz (Mastrils) und Vivien Labarile konnten sich zwei weitere Schweizerinnen für den Halbfinal qualifizieren. Götz erreichte mit Rang 10 noch ein Top Ten-Resultat, Labarile kletterte auf Rang 16.

Glatthard und Huser bei den Herren

Bei den Männern zeigte in Frankreich Yannick Glatthard (Meiringen) einen starken Wettkampf der mit einem zweiten Rang belohnt wurde. In Rabenstein, an den Weltmeisterschaften, war Kevin Huser (Widen; Mitglied des Regionalzentrums Zürich) noch vor Glatthard klassiert. Diesmal verpasste er als Vierter das Podest ganz knapp. Auch er überzeugte mit einer grossen Konstanz in den letzten Wettkämpfen.

Im Speed-Wettkampf dominierten einmal mehr die Russischen Athletinnen und Athleten. Bei den Frauen belegten die Russinnen die ersten sieben, bei den Männern gar die ersten neun Ränge. Beste Schweizerin wurde Sina Götz, mit dem achten Rang war sie die beste Nicht-Russin. Bester Schweizer wurde Samuel Clavien (Venthône) mit Platz 12.