Vor Beginn der Saison setzte Patrick Etter, der Spielertrainer von Spreitenbach-Dietikon seinem Team folgendes Ziel: «Wir wollen uns in der 1. Liga regional im Mittelfeld rangieren.» Nach fünf Partien grüssen die Limmattaler vom dritten Tabellenrang, punktgleich mit dem Zweitplatzierten. Das Ziel wird jedoch nicht nach oben korrigiert.

«Nach wie vor wollen wir am Ende der Saison einen Platz im Tabellenmittelfeld belegen», erklärt Etter nach dem Spiel gegen Mutschellen. Den Hauptgrund für die Erfolgsserie sieht Etter darin, dass sein Team im Vergleich zum letzten Jahr kaum personelle Änderungen tätigen musste. «Den Kern der Mannschaft ist gleich geblieben. Wir sind eingespielt und jeder weiss, wer von welcher Position den Korb am besten trifft», führt er aus, «Abstimmungsprobleme konnten ausgemerzt werden und die Spieler vertrauen sich blind.»

Die Einhörner kombinieren sich durch und schliessen mit einem 3-Punkte-Wurf

Die Einhörner kombinieren sich durch und schliessen mit einem 3-Punkte-Wurf

Nie am Sieg gezweifelt

Doch zu Beginn des Spiels auswärts gegen Mutschellen war die Partie der Einhörner geprägt von vielen Ungenauigkeiten. Besonders in der Abwehr agierten die Limmattaler zu wenig konsequent. Folglich lagen sie nach dem ersten Viertel mit 14:21 im Rückstand. Aber Spreitenbach-Dietikon steigerte sich. Nach wenigen Minuten im zweiten Viertel war das Spiel wieder ausgeglichen. Das Heimteam baute zusehends ab.

Vor allem was die Chancenauswertung anbelangt, liess Mutschellen Wünsche offen. So gelang es den Unicorns davonzuziehen. Erst kurz vor Schluss kam bei den Limmattalern Nervosität auf und Mutschellen schöpfte Hoffnung. Diese wurde jedoch durch die vielen Fouls der Einheimischen wieder ausgelöscht. Unicorn gewann schliesslich mit 72:64. «Wir haben nie am Sieg gezweifelt», stellte Etter nach dem Spiel klar. Seine Mannschaft strotzt im Moment vor Selbstvertrauen.

Vincent Ndjip verwertet zwei Freiwürfe für die Unicorns

Vincent Ndjip verwertet zwei Freiwürfe für die Unicorns

Keine Überheblichkeit

Spreitenbach vermochte zwar gegen Mutschellen nicht restlos zu überzeugen, gewann jedoch trotzdem: Eine Fähigkeit die Spitzenteams beschreibt. «Klar wollen wir jeden Gegner besiegen, aber überheblich werden wir sicher nicht», ist für Etter klar. Er verweist auf die Ruhe und die Gelassenheit innerhalb des Teams und lobt die Zusammenarbeit. Doch trotz dem guten Tabellenplatz sei der Aufstieg in die 1. Liga national kein Thema. «Selbst wenn wir am Ende der Saison auf Rang eins oder zwei wären, wüssten wir nicht, ob wir den Aufstieg auch annehmen würden», bedenkt Etter. Der Mehraufwand, den der Spielbetrieb in der höheren Liga mit sich bringt, sei finanziell kaum zu stemmen. Doch auch ohne Aufstiegsaussichten mache es momentan einfach Spass Basketball zu spielen.