Unihockey
Sieg trotz Verletzungsmisere

Limmattal gewinnt in Zofingen und verliert vier Spieler. Der Sieg war lange Zeit ungewiss. Aber im Schlussabschnitt fand UHL zur nötigen defensiven Stabilität zurück und gewann die Partie verdient.

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Limmattaler Zeitung

Limmattal-Trainerin Jasmin Wani wusste um die Brisanz der Partie. Mittelland (Konglomerat aus Olten und Zofingen) steckt im Abstiegskampf. Wani richtete so vor dem Spiel warnende Worte an ihr Team. Dabei ging es ihr nicht nur darum, zu verhindern, dass ihre Spieler die Begegnung auf die leichte Schulter nehmen. Sie wusste sehr wohl um die Stärken des Gegners, schliesslich hatte UHL das Heimspiel gegen die Mittelländer mit 7:8 verloren.

Allerdings schienen ihre Worte bereits wieder aus den Köpfen der Limmattaler entschwunden zu sein, als das Spiel begann. Ihre Vorstellung war anfangs wenig konzentriert. Einzig UHL-Goalie Tobias Marti war es zu verdanken, dass die Limmattaler nicht in Rückstand gerieten. Bis Martis Vorderleute Akzente setzen konnten, dauerte es rund eine Viertelstunde. Roger David traf zur 1:0-Führung für die Gäste (16.). Mittelland zeigte sich geschockt, die Limmattaler nutzten dies eiskalt aus. Dominic Achermann und Luca Hänni erhöhten noch vor der ersten Pause auf 0:3.

Führung wieder einmal verspielt

Das Mitteldrittel begann mit einem Paukenschlag. Nach nur 22 Sekunden verkürzten die Gastgeber zum 1:3 und hatten plötzlich wieder gehörig Wind in den Segeln. Hänni sorgte mit seinem zweiten Tor zum 4:1 für UHL (25.) dafür, dass Mittelland nicht zu viel Fahrt aufnahm. Wer nun aber dachte, dass die Limmattaler angesichts der für sie komfortablen Ausgangslage, diesen Drei-Tore-Vorsprung auf einigermassen souveräne Art und Weise verwalten und allenfalls sogar weiter ausbauen würden, hatte die Vergangenheit vergessen. Die UHL-Ausgabe 2010/11 verspricht keine taktischen Meisterleistungen, dafür umso mehr Spektakel. Dies sollte auch diesmal so sein: 12 Minuten nach dem vierten Limmattaler Treffer hatte Mittelland das Spiel wieder ausgeglichen. Es stand 4:4. Und es sollte noch turbulenter werden. Drei weitere Tore innert 29 Sekunden setzten dem spektakulären und torreichen Mittelabschnitt die Krone auf. UHL führte nach 40 Minuten nur noch knapp mit 6:5.

Der Spielverlauf war aber nur das eine, was UHL-Coach Wani die Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Ihr gingen langsam, aber sicher die Spieler aus. Gleich vier Verletzte (Wuillemin, David, Pachlatko und in der Schlussphase auch Achermann) hatten die Limmattaler im Verlaufe der Partie zu beklagen, was Wanis Aufgabe zusätzlich erschwerte.

Aber im Schlussabschnitt fand UHL zur nötigen defensiven Stabilität zurück. Goalie Marti liess sich kein weiteres Mal bezwingen und dank drei weiteren, zum Teil wunderschön herausgespielten Treffern durch Sandro Pedrocchi (48.) und Achermann (50./51.) entschied Unihockey Limmattal das Spiel noch vorzeitig zu seinen Gunsten. Erwähnenswert: Mit Luca Hänni und Dominic Achermann gelang zwei Limmattaler Akteuren ein Hattrick. (tm)