Unihockey
Sieben Tore und eine Niederlage

Ein arg dezimiertes Limmattal verliert gegen 2.-Liga-Tabellenführer Schüpbach mit 7:14 .

Tobias Marti
Merken
Drucken
Teilen

Limmattaler Zeitung

Unter neuer Führung reisten die Limmattaler am Samstag zum Auswärtsspiel gegen Leader UHT Schüpbach. Es war der zweite UHL-Auftritt im bernischen Zollbrück innert 14 Tagen. Und wie vor zwei Wochen (3:8-Niederlage gegen Schwarzenbach) blieben die Limmattaler auch diesmal chancenlos.

Wie es das Resultat bereits erahnen lässt, war das Spiel eine einseitige Angelegenheit. Nur in den ersten zehn Spielminuten gelang es, den Gästen das Geschehen ausgeglichen zu gestalten. Nach der 1:0-Führung der Limmattaler durch Dominic Achermann (5.) wurde Captain Lorenz Kern vom zuweilen kleinlich pfeifenden Schiedsrichter-Duo wegen Reklamieren auf die Strafbank geschickt. Diesen Ausschluss nutzten die Schüpbacher zum 1:1-Ausgleich. Den erstmaligen Führungstreffer des Leaders nach gut neun Minuten beantwortete UHL-Verteidiger Cyril Bouquet nur 20 Sekunden später per indirekten Freistoss mit dem 2:2.

Dann aber drehte Schüpbach auf und schockte die Limmattaler mit drei weiteren Toren innert sieben Minuten. Diese 5:2-Führung hatte bis kurz vor der ersten Pause Bestand. Als Roger David 13 Sekunden vor der Sirene aber das 5:3 gelang, sah die Limmattaler Welt schon wieder etwas freundlicher aus. Aber statt mit diesem Erfolgserlebnis in die Kabine zu gehen, kassierte UHL in der allerletzten Sekunde des ersten Drittels sogar noch das 3:6.

Defensiv stabiler Leader

Bereits zu diesem Zeitpunkt war es schwer, noch Argumente für einen Limmattaler Punktgewinn zu finden. Positiv anzumerken war einzig der Umstand, dass UHL nach 20 Minuten schon ein Tor mehr erzielt hatte als im gesamten Hinspiel gegen denselben Gegner (2:4). Ein Spitzenwert gegen den defensiv so stabilen Leader, was diesen aber wenig beeindruckte. Denn wie schon im ersten Drittel erzielte Schüpbach auch im zweiten und dritten Abschnitt jeweils genau doppelt so viele Tore wie die Limmattaler. Daran konnte auch der von UHL-Coach Jasmin Wani verordnete Goaliewechsel nach 20 Minuten nicht ändern.

Schüpbach war den Limmattaler in allen Belangen überlegen und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 40 Minuten stand es bereits 10:5, am Ende gar 14:7 für den souveränen Leader aus dem Emmental, der wie eine Lawine über die Limmattaler Rumpftruppe hinwegrollte. Damit schliesst UHL das Jahr 2010 mit einer nicht unerwarteten, aber unerwartet hohen Niederlage ab. Es ist die fünfte Pleite in Folge. Die Limmattaler warten nun seit fast zwei Monaten auf ein Erfolgserlebnis. Von da her kommt immerhin die Festtags-Meisterschaftspause für die Limmattaler diesmal zum richtigen Zeitpunkt.

Drei Wochen hat Wani nun Zeit, dem Team die nötige Stabilität zurückzugeben und sie auf die entscheidende Phase der Meisterschaft vorzubereiten. Zurzeit liegt Limmattal auf dem bedrohlichen achten Tabellenplatz. Auf welchen Rang die Limmattaler überwintern, ist noch nicht ganz klar. Das hängt davon ab, bis wann sich der Verband in der Frage nach der nicht ausgetragenen Partie zwischen UHL und Biel-Seeland zu einem Entscheid durchringen kann und wie dieser ausfallen wird.