Handball
Selbst der HCDU-Sieg war ein Schritt in Richtung Abstieg

Mit Aushilfscoach Sascha Schoenholzer kam beim HC Dietikon-Urdorf in der Abstiegsrunde der Erfolg zurück. Dank dem 26:24 in Ins bleibt der Ligaerhalt theoretisch möglich. Aber im Grunde war selbst dieser Sieg ein Schritt in Richtung 2. Liga.

Rainer Sommerhalder
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HC Dietikon-Urdorf gewinnt in Sins
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Tarek Grendelmeier kommt beim Gegenstoss zum einfachen Treffer.
Nothelfer Sascha Schoenzholzer zeigt beim Time-out den Weg.
Der Freiwurf von Daniel Imhof endet in der Inser Mauer.
Daniel Imhof trifft auf harte Gegenwehr.
Yves Barben mit einem herrlichen Tor.
Tarek Grendelmeier bewzingt den Torhüter von Ins.
Auch Kreisläufer Stefan Galli kommt zu einem Erfolgserlebnis.
Tarek Grendelmeier setzt sich im 1:1 durch.

HC Dietikon-Urdorf gewinnt in Sins

Rainer Sommerhalder

Quizfrage an HCDU-Spieler Daniel Burla? Wann hat er den letzten Sieg mit seinem Team gefeiert? «Ich weiss es nicht», antwortet der 19-Jährige, «ich kann mich nur an Niederlagen erinnern». Nun denn, der letzte Sieg der Limmattaler resultierte vom 16. Februar gegen Fides St. Gallen. Seither gab es für den Abstiegsfavoriten in neun Partien bis gestern nichts mehr zu feiern. «Man hat uns diese Negativserie auch gegen Ins angesehen», fährt Burla fort. «In der Schlussphase kam wieder so etwas wie die Angst vor dem Gewinnen auf.» Der vierfache Torschütze spricht den Verlauf vom 23:16 bis zum Spielende an. Anstatt den Weg zu einem soliden Erfolg weiterzugehen, verfielen die Limmattaler einmal mehr in Hektik und Stress. Trotzdem ist sich Burla sicher: «Mit diesem Sieg haben wir Selbstvertrauen geholt. Und solange der Ligaerhalt rechnerisch noch möglich ist, glauben wir daran. Auch wenn er unwahrscheinlich ist.»

Kein Thema ist eine Wunderrettung quasi in letzter Sekunde für Notnagel Sascha Schoenholzer. Auch wenn er den Erfolg ins Team zurückbrachte und damit die Rolle des Glühwürmchens einnahm, welches das Fünklein Hoffnung am Leuchten hält. «Es ging heute nicht um absteigen oder nicht absteigen, sondern darum, Handball wieder als lässige Sache zu erleben.» Denn so kurios es klingen mag – der Sieg gegen Ins war erneut ein Schritt in Richtung 2. Liga. Denn er fiel schlicht zu knapp aus.