6:43 Minuten waren in der Oltner Giroud-Halle gespielt, als der Trainer der Gastgeber die «Notbremse» zog, also das Time-Out nahm. Die junge Truppe wirkte nicht wach, Dietikon führte bereits 5:2. Dies lag allen voran an Jonas Affentranger. Der Rückraumspieler war Denker und Lenker des Angriffspiels und powerte, wann und wo er nur konnte. Mehr als einmal liess er Locatelli im gegnerischen Tor keine Abwehrchance und knallte die Bälle in die Maschen.

Dietikon-Urdorf führte überraschend

Auch das Time-Out schien seine Wirkung zu verfehlen, Dietikon-Urdorf lief unbeirrt weiter und machte deutlich, dass es gewinnen wollte. Nach zwölf Minuten hatten die Gäste schon neun Tore auf ihrem Konto, Olten erste deren fünf. Einige Minuten später stand es gar 6:13 für Dietikon-Urdorf.

Dann folgte aber der Bruch im Spiel. Der Angriff wirkte teilweise ideen- und konzeptlos und die Oltner bewegten sich wieder besser auf den Beinen, machten ihren Gegnern so das Leben schwer. Mit ihren schnellen Gegenstössen, kamen sie noch zu einigen Toren vor der Pause und der Spielstand von 11:14 liess sie hoffen.

Schwache zweite Halbzeit

Nach der Pause startete Olten furios, Dietikon-Urdorf schien noch ein bisschen zu schlafen oder die Cleverness in der Kabine gelassen zu haben. Alsbald stand es nur noch 14:15 für die Limmattaler, Olten konnte die hohe Pace von der ersten Hälfte halten. Doch der Ausgleich fiel nicht - vorerst. Josip Katicic machte mit einigen Paraden den Dreitannenstädter das Leben schwer und seine Vordermänner fanden wieder den Weg zum Tor. Die Gäste erhöhten auf 15:20.

Was dann vom HCDU aber folgte, war nicht mehr so hochklassig. Fehler reihte sich an Fehler, die Laufwege im Angriff fingen an, nicht mehr zu stimmen und Büttiker im Oltner Tor konnte einige Bälle entschärfen. Die schnell eingeleiteten Konter war Dietikon-Urdorf nicht im Stande zu unterbinden und so kam zum Beispiel der junge Baumann noch zu einigen einfachen Toren.

Die Solothurner holten Tor um Tor auf und warfen alles in die Wagschale. Zudem verletzte sich auf Seiten der Limmattaler noch Jonas Affentranger, wodurch die ohnehin schon bestehende Verunsicherung noch grösser wurde. Olten bog auf die Siegesstrasse ein und blickte den letzten fünf Minuten entspannt entgegen. Zudem lief auch alles für das Heimteam, ein Penalty prallte von der Latte ab und fiel Aufdenblatten prompt noch einmal in die Hände, sodass er ohne Probleme einnetzen konnte.

Olten gewann zum Ende verdient, wenn auch etwas hoch mit 28:23. Die zweite Hälfte ging mit 17:9 an die Solothurner und das sagt eigentlich alles über die Leistung des HCDU. Zu Beginn enorm stark, danach enorm schwach. Die Chance zur Wiedergutmachung gibt es am Samstag beim letzten Spiel des Jahres in Muotathal.