2. Liga
Schürchs Kampf zurück zur gewohnten Bestform

Der Torhüter reist mit Urdorf in der 2.Liga morgen zum Schlüsselspiel nach Unterstrass. Im Limmattaler Lager ist man dabei durchaus optimistisch, was den Ausgang der Spielzeit anbelangt.

Luca Muntwyler
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Licht und Schatten: Urdorf-Torwart Michael Schürch.bier

Licht und Schatten: Urdorf-Torwart Michael Schürch.bier

«Spiel der letzten Hoffnung? Nein, das würde ich so nicht sagen. Natürlich gilt: verlieren verboten. Aber in den letzten acht Partien sind noch so viele Punkte zu vergeben und wir sind noch lange nicht abgeschlagen.» Dies sind die Worte von Röbi Rhiner, Trainer des FC Urdorf, der wie in den letzten zwei Jahren mit seinem Team um den Klassenerhalt in der 2.Liga kämpfen muss.

Trotzdem müssen morgen (10.15 Uhr, Steinkluppe) gegen den einzigen über dem Strich in Reichweite liegenden Gegner Unterstrass unbedingt Punkte her. «Wir wollen gewinnen. Dazu müssen wir an die guten Leistungen der ersten Halbzeit gegen Horgen anknüpfen», erklärt Rhiner. «Es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Wir dürfen uns nur nicht aus dem Konzept bringen lassen.» So wie gegen Horgen, als einen 2:0-Vorsprung verspielte, eingeleitet von einem umstrittenen Elfmeter – sinnbildlich für die Saison der Urdorfer. «Nicht nur diese Partie ist wichtig, aber jetzt müssen wir einfach aus der Negativspirale rauskommen», ergänzt Torhüter Michael Schürch.

Den Saisonverlauf hat sich der FC Urdorf verständlicherweise ein wenig anders vorgestellt. «Wir stehen im Moment nicht dort, wo wir gerne wären», meint der Trainer des Letztplatzierten. Viele Kleinigkeiten stimmen nicht, darin sind sich Trainer und Torhüter einig. «Wir hatten einige Leistungsträger, die nicht immer in Hochform waren», sagt Rhiner. Damit spielt er auch auf seinen Torhüter an. Schürch, der verletzungsbedingt die Vorbereitung auf die Rückrunde verpasst hatte, ist noch nicht in alter Stärke zurück auf dem Platz und agierte in den letzten Matches teilweise unglücklich. «Ich bin selber nicht zufrieden mit meinen Leistungen im Frühling», gibt sich Schürch selbstkritisch. Dies sieht auch sein Trainer: «Letztes Jahr in der Rückrunde war er besser. Nun muss er an seiner Form arbeiten, ist aber bereits auf gutem Weg zur Höchstform.» In der letzten Saison war Schürch ein enorm wichtiger Baustein für den Ligaerhalt.

Der Abstiegskampf ist keine neue Situation für Urdorf, dementsprechend steht die Mannschaft auch nur ein wenig unter Zugzwang. «Druck ist immer da, aber das ist nicht negativ. Es zeigt, dass es um etwas geht und das gefällt uns», beschreibt Rhiner. Anders sieht die Situation bei Schürch aus. «Als Goalie steht man in einer besonders exponierten Situation. Da mache ich mir schon ein wenig Druck.» Doch relativiert er sogleich: «Wir spielen ja nicht in der Champions League, es geht hier nicht um Leben und Tod.»

Im Limmattaler Lager ist man durchaus optimistisch, was den Ausgang der Spielzeit anbelangt. «Wir könnten eigentlich fast jeden Gegner schlagen. Dafür muss sich bei uns nur der Knopf lösen. Dann sollten wir den Klassenerhalt erreichen», meint Schürch. Sein Trainer sagt dazu: «Wir werden den Ligaerhalt schaffen.» Dafür braucht es morgen erste Punkte.LiZ-Tipp: 0:1