Fussball
Schock für Dietikon: Haziri kassiert statt einer gleich fünf Spielsperren

Neben der gelb-roten Karte erhielt der Captain im 1.-Liga-Match gegen die U21 der Grasshoppers (1:3) eine weitere rote Karte sowie vier zusätzliche «Sonntage». Warum, weiss er nach eigenem Bekunden nicht.

Raphael Biermayr
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Schiedsrichter Sandi Bosnic (r.) hat Naim Haziri (in Rot) nach einem Zweikampf im Visier.

Schiedsrichter Sandi Bosnic (r.) hat Naim Haziri (in Rot) nach einem Zweikampf im Visier.

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Als ob die Situation um Dietikons Captain Naim Haziri nicht schon genug ärgerlich wäre für den FC Dietikon. Einen Tag nach der gelb-roten Karte in der Partie gegen die U21 von GC stand auf der Homepage des Schweizerischen Fussballverbands die Strafverfügung: Neben der zwingenden einen Sperre für das nächste Meisterschaftsspiel sind unter einem zweiten Punkt eine weitere rote Karte sowie vier Sperren aufgeführt.

Was ist passiert? Haziri sagt: «Ich war geschockt, als mir Goran (Ivelj, Trainer, Anm. d. Red.) im Training das Urteil mitteilte. Ich bin von einer Sperre wegen der gelb-roten Karte ausgegangen.»

Der 30-Jährige beteuert, dass nichts Weiteres vorgefallen sei am vergangenen Sonntag. «Ich habe den Schiedsrichter nach dem Spiel nicht mehr gesprochen oder sonst etwas getan.» Der FCD klärt die Hintergründe ab und wird wohl eine Stellungnahme an den Verband schreiben.

Schicksalsgespräch steht aus

Abgesehen vom Strafmass steht die Frage im Raum, ob der FC Dietikon seinen Captain weiterbeschäftigen wird nach dessen sechstem Platzverweis seit Sommer 2011.

Vereinspräsident Thomi Roth sagte am Dienstag, dass in der Sache noch nichts entscheiden sei und sich der Vorstand in den nächsten Tagen mit der sportlichen Leitung besprechen werde. Haziri, der den neuerlichen Vorfall bedauert, sagt zu seiner Situation: «Ich kann nur abwarten.»

Trainer Goran Ivelj ist hin- und hergerissen. Denn als Spieler und Menschen abseits des Spielfelds will er nicht auf Haziri verzichten. Doch er hält sich mit Äusserungen zurück und sagt lediglich: «Keiner ist grösser als der Verein.»