Faustball
Schlierens Vorteile im zweiten Stock

Ein 0:3 gegen Olten, ein 3:0 gegen Aufsteiger Neuendorf II – die Schlieremer Faustballer haben in der NLB jene zwei Zähler geholt, die für einen Ligaerhalt notwendig sind.

Rainer Sommerhalder
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Allerdings waren sie auch im ersten Feldspiel der Saison nahe an einem Punktegewinn dran, verlor alle drei Sätze nur mit zwei Punkten Differenz. Spielertrainer Marcel Liebi freute sich über die Steigerung im Verlauf des Tages. «Im ersten Spiel fehlte uns noch die Sicherheit und wir machten zu viele Fehler. Gegen Neuendorf zeigte sich die Mannschaft klar verbessert. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Verlauf. Am Schluss spielten wir richtig gut», sagte der 34-Jährige.

Nach dem längst fälligen Generationenwechsel im vergangenen Herbst standen mit Roger Felchlin, Michael Munjekovic und Manuel Vogel gleich drei Spieler auf dem Feld, die jünger als 25 Jahre sind. Dazu kam das Debüt des Deutschen Christian Steuer. Liebi selbst spielte keine Sekunde. «Wir wollen konsequent die Strategie mit jungen Spielern verfolgen. Wenn keine besonderen Umstände es erfordern, werde ich mich auf die Rolle als Coach konzentrieren», sagte Liebi.

Felchlin fiel im Team der Limmattaler nicht nur optisch auf. Der 2,02-Meter-Hühne ist quasi Schlierens «zweiter Stock». Dank seiner Grösse hatte das Heimteam die Lufthoheit. Beim Sieg gegen Neuendorf punktete Felchlin immer wieder beim Anspiel und versenkte die Bälle dank seiner Übersicht regelmässig perfekt getimt. Doch wieso feierte der 24-Jährige, der seit zehn Jahren in Schlieren spielt, erst an diesem Wochenende sein NLB-Debüt auf dem Feld? «Er machte bisher zu viele Fehler und hatte technische Mängel. Doch Roger hat sich extrem gesteigert», lobte Marcel Liebi. «Ich bin viel fitter, das spielt sicher eine Rolle», meinte der Spieler selber und fügte selbstkritisch an, «aber ich muss noch besser werden». Felchlin weiss: Auch ein Riese kann an der Aufgabe wachsen.

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