16 Punkte aus 16 Spielen, vierter Schlussrang: Die Bilanz der Faustballer des STV Schlieren in der NLB West ist sehr ausgeglichen. Damit haben die Schlieremer zwar nicht ganz an ihre Leistungen von letzter Saison anknüpfen können, als sie am Schluss mit 22 Punkten den dritten Platz belegten. Doch ihr Saisonziel haben sie trotzdem erreicht. «Wir wollten einen Platz im Mittelfeld belegen und möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben», erklärt Manuel Vogel, der Hauptangreifer der Schlieremer. «Schliesslich trainieren wir im Gegensatz zu den anderen Mannschaften nur einmal pro Woche.»

Keine Chance gegen Olten

Dass dadurch der Abstand zu den Spitzenteams gross ist, hat sich auch am Samstagvormittag gezeigt, als Schlieren auf der heimischen Anlage Unterrohr gegen Spitzenreiter Olten in drei Sätzen verlor. «Wir hatten gedacht, die Oltener seien vielleicht nicht mehr so konzentriert», meint Vogel schmunzelnd. «Aber man hat gesehen, dass sie zuvor alle Partien gewonnen haben und um den Aufstieg spielen.»

In der anderen Partie gegen Staffelbach, gegen das man in der Hinrunde noch verloren hatte, konnten die Schlieremer hingegen nochmals so richtig auftrumpfen, auch wenn sie zunächst mit dem Rücken zur Wand standen. Im ersten Satz musste das Heimteam gleich mehrere Satzbälle abwehren, bevor es sich selbst einen erspielte – und prompt nutzte. Und auch im zweiten Durchgang sah es zunächst schlecht aus für Schlieren: Die Limmattaler gerieten mit 6:10 in Rückstand, holten diesen auf und gewannen den Satz dann mit 12:10, auch dank einer Topleistung von Vogel.

Doch Staffelbach liess sich dadurch nicht entmutigen und konterte im dritten Satz mit einem knappen 11:9. Den vierten Durchgang entschieden die Gäste mit 11:7 für sich. Der fünfte Satz musste die hart umkämpfte Partie entscheiden, und da liess das Heimteam nichts anbrennen. Mit 11:3 holte es sich den Entscheidungssatz und damit den Sieg. «Eigentlich passt es nicht zu uns, dass wir solche Partien noch drehen», meint Manuel Vogel. Es sei wichtig gewesen, dass man in den ersten beiden Sätzen zurückgekommen sei. «So konnten wir nochmals zeigen, was wir können.»

Immer noch kein Trainer

Damit haben die Schlieremer einen schönen Abschluss feiern können. Ein Wermutstropfen bleibt: Das Team tritt nach wie vor ohne Trainer auf. «Das ist manchmal schwierig, wenn man selber spielt und dann Auswechslungen vornehmen sollte», gibt Vogel zu, der zusammen mit Christian Steuer den Lead im Team übernommen hat. «Aber ich weiss nicht, ob wir einen Trainer finden», fügt er augenzwinkernd hinzu. «Ich denke, der würde sich nicht freuen, wenn er sehen würde, dass wir nur einmal wöchentlich trainieren.»