Jetzt gilt es ernst. Nachdem die Schlieremer NLB-Fussballerinnen im vergangenen Jahr in der Barrage gegen Basel den Aufstieg in die oberste Spielklasse nicht geschafft haben, winkt nun eine neue Chance – und ein neuer Modus. So spielt Schlieren nicht nur gegen einen, sondern gegen drei Teams um den Aufstieg. Thun, Zuchwil (beide NLA) und Schwyz (NLB) heissen die Gegnerinnen, die es zu schlagen gilt.

Sehr zur Freude von Schlieren-Trainer Roger Gutweniger. «Es gibt sechs Spiele und so kann man sich auch mal einen Ausrutscher erlauben, ohne gerade weg vom Fenster zu sein», erklärt Gutweniger, der jedoch gerne auf einen solchen Ausrutscher seines Teams verzichten würde. Mit diesem Modus habe der Trainerstab die Möglichkeit, aktiver ins Spielgeschehen einzugreifen und allenfalls zu reagieren. «Es kommt nicht mehr nur auf die Tagesform an, sondern auf die Konstanz», fügt Gutweniger an.

Ausgerechnet Thun

Und eine konstant gute Leistung wird Schlieren zeigen müssen, wenn es – nach dem Abstieg im Jahr 2009 – endlich wieder ganz oben mitspielen will. Denn alle vier Teams seien fähig, die beiden zur Verfügung stehenden NLA-Plätze zu belegen, so der Coach. «Keine Mannschaft wird einfach so durchmarschieren», sagt Gutweniger. «Es wird also extrem spannend.»

Als erster Gegner winkt ausgerechnet Thun (Morgen, 13 Uhr, Zelgli). Dasjenige Thun, gegen das Schlieren im Cupfinal 2009 sage und schreibe 0:8 verloren hat. Trotzdem bezeichnet Gutweniger Thun als «guten Einstiegsgegner». Die Thunerinnen seien ein junges Team, das sehr motiviert auftrete, erläutert der Trainer. «Doch wir müssen uns auf keinen Fall verstecken. Im Gegenteil, ich bin sicher, dass wir ein positives Resultat erzielen können.»

Nach dem knappen Cup-Aus gegen YB im Viertelfinale (2:3) haben sich nun alle Hoffnungen der Schlieremerinnen auf den Aufstieg konzentriert. «Das Ausscheiden im Cup war ein Dämpfer», gibt Gutweniger zu. Doch dieser sei verdaut und verarbeitet, nun heisse es: «Jetzt erst recht!»