Fussball

Schlieren und Birmensdorf: Des einen Freud, des anderen Leid

Für einmal haben die Schlieremer in der Person von Christian Baur (mit der Nummer 20) gegen Aleksandar Petrovic undBirmensdorf das Nachsehen, doch ansonsten spielen sie erfolgreicher in der 2. Liga als der Lokalrivale. ,msu

Für einmal haben die Schlieremer in der Person von Christian Baur (mit der Nummer 20) gegen Aleksandar Petrovic undBirmensdorf das Nachsehen, doch ansonsten spielen sie erfolgreicher in der 2. Liga als der Lokalrivale. ,msu

Fussball, 2. Liga Während Schlieren in der Hinrunde überzeugt, ist Birmensdorf nach wie vor unter dem Strich

Immerhin konnten die Birmensdorfer ihre letzte Partie der Vorrunde gewinnen. Mit dem 5:3-Sieg gegen Männedorf haben die Limmattaler damit wenigstens den letzten Tabellenplatz verlassen. Gleichwohl bleibt der Aufsteiger der vergangenen Saison auf einem Abstiegsplatz – mit nur vier Siegen in den bisherigen 13 Spielen der Saison. Zudem musste die Mannschaft bereits 44 Gegentore einstecken, davon 21 allein in den ersten drei Partien gegen Einsiedeln, Zürich-Affoltern und Regensdorf. Dennoch sieht Trainer Goran Gasic durchaus positive Ansatzpunkte in seiner Mannschaft. «Ab der vierten Partie haben wir uns gefangen», sagt Gasic. «Wir konnten danach mit jedem Gegner mithalten.» Selbst gegen Lachen/Altendorf, gegen die man mit 2:7 verlor: «Wir waren die bessere Mannschaft, auch wenn das jetzt paradox klingt.»

Welches Potenzial in Gasics Mannschaft steckt, hat sie offensiv bewiesen. Goalgetter Aleksandar Petrovic hat immerhin bereits siebenmal getroffen. Sein Sturmpartner Giuseppe Sorrentino, der auf diese Saison hin neu zu Birmensdorf gestossen ist, schon sechsmal. Damit haben die beiden 13 der insgesamt 23 Tore geschossen, 4 davon allein beim Sieg gegen Männedorf, als die Birmensdorfer einen 0:3-Rückstand wettmachen konnten. «Das beweist, dass wir voll im Spiel sind», bemerkt Gasic. Auch deshalb glaubt er, dass sein Team den Platz in der 2. Liga halten kann: «Wenn wir so weiterarbeiten und vielleicht noch den einen oder anderen Spieler verpflichten können, bin ich zuversichtlich.» Und offenbar ist nicht nur er positiv gestimmt. «Ich hatte am Dienstabend Einzelgespräche mit den Spielern», verrät Gasic. «Es ist unglaublich, wie gross der Optimismus innerhalb der Mannschaft ist. Das gibt auch mir Kraft, um im Abstiegskampf zu bestehen.»

Komfortable Ausgangslage

Sorgen bezüglich Ligaerhalt müssen die Schlieremer keine haben – zumindest vorerst nicht. Sie haben eine tolle Hinrunde absolviert mit sechs Siegen und drei Unentschieden. Mit 21 Punkten stehen sie damit auf Platz vier und haben nur acht Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Blue Stars. Die Gründe für den Erfolg hat Trainer Davide Molinaro schnell ausgemacht: «Wir haben viel Qualität in der Mannschaft», sagt er. «Und die Neuzugänge haben sich auch gut eingelebt.» Gleichwohl hat Schlieren die letzte Partie gegen Schwamendingen zu Hause mit 2:4 verloren. «Das ist schade», findet Molinaro, «aber wir hatten in dieser Partie auch wieder zwei gesperrte und zwei verletzte Spieler.»

Für Schlieren geht es nun darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Gleich im ersten Spiel der Rückrunde am 29. März empfangen die Limmattaler die Blue Stars, gegen die sie in der Hinrunde immerhin ein 1:1 erreichten. Sollten die Schlieremer gegen den Leader gewinnen, betrüge der Abstand zur Spitze noch fünf Punkte. «Das ist sicher eine wegweisende Partie», sagt Molinaro. «Mit einem Sieg würden wir auch ein Signal an die anderen Teams senden.» Doch selbst bei einem Sieg gegen die Blue Stars liebäugelt er nicht mit dem Aufstieg. «Es wäre arrogant von uns, wenn wir das als Ziel erklären würden», meint Molinaro. «Unser Ziel in der Rückrunde ist es, gleich viele Punkte wie in der Vorrunde zu holen.»

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