Man ist geneigt zu sagen: Jetzt ist Dominik Stutz in Schlieren angekommen. Jetzt, da auch er gemerkt hat, dass die Frauenabteilung im Verein hartes Brot zu essen hat. Seine Forderungen nach Verstärkungen seien bislang fast ungehört verhallt.

Von Erstligist Thusis-Cazis wird Mittelfeldspielerin Nadine Patt übernommen. Die 19-jährige Studentin (in Zürich) trainiert allerdings seit einem halben Jahr schon bei den Limmattalerinnen, ist also kein eigentlicher Neuzugang.

Die Transfersituation ist nur ein Teil des Frusts des früheren FCZ-Trainers. Zusammengefasst formuliert der 34-Jährige: «Der Rückhalt für die Frauen fehlt im Verein.» Mit Ausnahme von «Zwei»-Trainer Mauro De Corso erhalte er von niemandem Sukkurs für seine Anliegen.

An den Kosten für das Trainingslager in der Türkei, das die beiden Frauenteams zusammen abhalten, hat sich der FC gemäss Stutz zu rund einem Viertel beteiligt. «Das ist für diese Liga nicht gerade viel», weiss der Trainer.

Jessica Berger bleibt bis im Sommer

Warum zieht der stets betont ambitionierte Birmensdorfer nicht die Konsequenzen und schmeisst hin? Der Hüne spricht seinen sanften Kern an: «Mir ist das Team ans Herz gewachsen», sagt er. Offensichtlich funktioniert die Beziehung beiderseits. Stutz konnte die talentierte Jessica Berger – zehn Tore in der Hinserie – auf dem Zelgli behalten. «Sie hatte Anfragen und auch ein Probetraining, doch sie hat mir zugesichert, bis im Sommer hier zu bleiben», führt der Storenbauer aus.

Was die Zukunft anbelangt, wolle er sich erst einmal auf die entscheidende Phase der NLB-Qualifikation konzentrieren, die am 24. Februar beginnt.