Frauenfussball
Schlieren siegt dank drei Toren von Vujovic

Wenn die Schlieremerinnen den Anschluss an die Tabellenspitze der NLB nicht verlieren wollen, kam im Heimspiel gegen den FC Neunkirch nur eines infrage – ein Sieg musste her. Und so kam es dann auch.

Doris Häusermann
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Seltenes Bild – Vujovic trauert einer vergebenen Chance nach.

Seltenes Bild – Vujovic trauert einer vergebenen Chance nach.

Häusermann

Ganz nach diesem Motto startete das Heimteam, trotz personeller Nöte, ins Spiel. In der Startphase dominierten sie dieses klar und kamen in der ersten und in der siebten Spielminute bereits zu zwei Toren. Beim ersten Tor half ihnen der Gegner tatkräftig mit, indem die Verteidigerin den Ball ins eigene Tor ablenkte.

Die grösste Gefahr für die Gäste bildeten immer wieder Angriffe der Schlieremerinnen über den rechten Flügel. Ein solcher Angriff führte in der 15. Spielminute zu einem Freistoss aus vielversprechender Position. Diese Chance wurde durch Vujovic, die vor dem Tor lauerte, gnadenlos ausgenützt.

Das Heimteam nahm den Schwung aus der Startphase mit und spielte völlig befreit auf. Zu diesem Zeitpunkt gelang es den Gegnerinnen nur zu Chancen zu kommen, wenn sich in der Schlieremer Abwehr kleine Fehler einschlichen. Die Limmattalerinnen waren kaum zu bremsen, hätte da nicht noch der Unparteiische seine Präsenz zeigen müssen. Durch seine Mithilfe kamen die Gäste nach knapp 30 Minuten zu einem Penalty, der durch den Captain sicher verwertet wurde. Mit diesem Resultat gings dann in die Pause.

Vujovic zum Zweiten und Dritten

Nach der Pause blieb alles beim Alten. Die Schlieremerinnen hatten klar den grösseren Spielanteil und machten dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Nach einem Eckball war es erneut Vujovic, die goldrichtig stand und jubeln konnte. Das Heimteam schaltete oft schneller um als der Gegner und war diesem läuferisch überlegen. Ein schneller Angriff durch die Mitte mit einem Pass durch die Innenverteidigung in die Spitze führte dann auch zur zwischenzeitlichen, 4-Tore-Führung des Gastgebers. Vujovic konnte dabei ihren dritten Treffer markieren.

Das Spiel schien bereits entschieden, als sich der Schiedsrichter erneut zu Wort meldete und in der 62. Minute Schlierens Jordi, nach einem angeblichen Nachtreten, mit einer direkten roten Karte in die Garderobe verabschiedete.

Es folgten weitere umstrittene Situationen, die der Schiedsrichter etwas willkürlich ahndete. Die Schlieremerinnen liessen sich prompt aus dem Konzept bringen und agierten zum Teil unglücklich, aber auch zu passiv. Die Gegnerinnen kamen dadurch innerhalb von vier Minuten zu zwei Toren. Das Spiel war praktisch neu lanciert.

Hektische Schlussphase

In der Endphase waren es weiterhin die Gäste, welche auf den Anschlusstreffer drückten. Dieser gelang dem Captain dann auch in der 86. Minute. Für die letzten Spielminuten gab es für das Heimteam nur noch eines; den Ball so weit als möglich vom eigenen Strafraum fern zu halten. Dies gelang dann auch und die Schlieremerinnen konnten als glückliche Gewinnerinnen vom Feld.

Schlierens Trainer Dominik Stutz äusserte sich nach dem Spiel ziemlich nüchtern: «Die Hauptsache ist, dass wir die drei Punkte geholt haben und wieder zurück auf dem zweiten Platz sind. In der ersten Halbzeit haben wir unseren Fussball gespielt und den Aufwärtstrend bestätigt.»

Kurz und prägnant war auch die Analyse des gegnerischen Trainers, Beat Stolz: «Meine Mannschaft zeigte eine schlechte Leistung, die indiskutabel ist.» Gleiche Aussage kann über die Darbietung des Schiedsrichters gemacht werden.