3. Liga

Schlieren schüchtert Engstringen ein

Schlierens Philip Vögeli (am Boden) zieht im Zweikampf mit Engstringens Silvan Haug durch.

Schlierens Philip Vögeli (am Boden) zieht im Zweikampf mit Engstringens Silvan Haug durch.

Der FC Schlieren dominiert das Derby gegen Engstringen zum Rückrundenstart der 3. Liga und gewinnt es verdient mit 4:2

«Das geht heute einfacher, als ich erwartet habe.» Schlierens Assistenztrainer Carsten Bellis zeigte sich in der 78. Minute überrascht, wie leicht sein Team dem Sieg gegen Engstringen zum Auftakt der Rückrunde entgegensteuert.

Um die Spannung bei sich selbst wohl noch etwas hochzuhalten, fügte er hinzu: «Aber wenn das 3:2 kommt, dann wirds noch mal heiss.» Das zweite Engstringer Tor fiel in der 87.Minute tatsächlich (Dennis Schweitzer), Hitze verströmte an diesem Vormittag aber einzig noch die Sonne – die eingeschüchterten Engstringer hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Mit einem Konter, bei dem mindestens drei Akteure im Abseits standen, machten die Gastgeber den Sack in der Nachspielzeit zu.

Der FCS war von Beginn weg das dominante Team, Engstringen hatte in der ersten Halbzeit allerdings die besseren Tormöglichkeiten. Ein ums andere Mal vom schwachen Captain Remo Anthon eingeladen, vergaben sie aber die Mehrzahl davon, auch dank des souveränen Torhüters Nicola Appella.

Egzon Redzepi hätte zur Figur der Partie werden können, doch nach seiner Flanke zum 1:1 durch Egon Isenring (12.) schlug er eine Offerte von Pierre Gattiker fahrlässig aus.

Und so wurde ein Schlieremer der Held der Rückrundenstarts: Mete Güner. Der quirlige, unermüdliche Kämpfer blühte wie schon in der Vorrunde als Spielgestalter auf. Sein Treffer zum 1:0 in der 7. Minute war ein Zufallsprodukt: Der Ball sprang vor Torhüter Manuel Suter unnatürlich hoch auf. Das Tor zum 3:1 war dann die Folge von Güners Abgeklärtheit, nachdem dieser den Ball von den inkonsequenten Philippe Stamm und Fabian Hug auf dem Silbertablett serviert erhalten hatte. Zwischen diesen beiden Toren bereitete Güner das 2:1 durch Fahrudin Adilovic vor, der von Engstringens Verteidigern vergessen wurde (39.).

So ausgeschlafen er auf dem Platz wirkte: Barbetreiber Güner war erst um 6Uhr, also wenige Stunden zuvor, mit der Arbeit fertig geworden. «Schön, wenn man mir die Müdigkeit nicht ansieht und anmerkt», sagte er augenzwinkernd.

FCE-Trainer Paul Schärer musste sich die Frage gefallen lassen, ob er als Verfechter seinen Verteidigern verboten hatte, in Bedrängnis den Ball wegzuschlagen. «Ich sagte ihnen, dass das auch dazugehört. Aber die Spieler können einfach nicht anders – sie sterben lieber in Schönheit», sagte Schärer.

Meistgesehen

Artboard 1