Fussball
Schlieren schiesst sich gegen Baden den Frust von der Seele

Mit einem enttäuschenden 0:5 gegen Rapperswil-Jona war Schlieren ins Jahr gestartet. Der Tabellenvorletzte aus Baden kam zum richtigen Zeitpunkt, um sich für diese Kanterniederlage zu rehabilitieren.

Fabian Sanginés
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Frauenfussball, NLB: Schlieren - Baden
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Kopfball von Martina Bini (Schlieren) zum 1:0. Goalie Tamara Zimmermann mit Jasmin Gerber (Mitte) zu spät.
Badens Gmür (links) gegen Akyol
Schlierens Isabelle Dreyer (r.) trifft gegen Sidonia Widmer zum 5:0
Sanja Mijovic (Schlieren, rechts) vor Sereina Küng
Jubel mit Skorerin Isabelle Dreyer (9), Michaela Winter (20) und Captain Rahel Lattmann
Akyol (r.) gegen Gerber
Rahel Lattmann artistisch

Frauenfussball, NLB: Schlieren - Baden

Otto Lüscher

Der Erfolg dieses Unterfangen zeichnete sich früh ab. Unter Mithilfe der gegnerischen Torhüterin erzielte Innenverteidigerin Martina Bini in der 8. Spielminute nach einem Eckball das 1:0.

Auch dank dieser Führung im Rücken übernahmen die Limmattalerinnen das Spieldiktat und vergaben beste Chancen, die Führung auszubauen. Die Gäste wehrten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und suchten ihr Heil in Kontern.

In der 26. Minute segelte die Torhüterin erneut an einem Flankenball vorbei, was Milena Vujovic mit dem 2:0 auszunutzen wusste. «Wir hatten uns vorgenommen öfter über die Flügel zu agieren, was uns sehr gut gelungen ist», bemerkte nach dem Match die zum Zeitpunkt des zweiten Tors noch auf der Ersatzbank sitzende Stürmerin Ramona Miotti.

In der Folge beschränkte sich das Heimteam über weite Strecken darauf, das Spiel zu kontrollieren und gelegentlich beste Torgelegenheiten auszulassen. So brachte sich die omnipräsente Sanja Mijovic mehrmals selber um den verdienten Lohn eines Torerfolges.

Torflut in der Schlussphase

Zehn Minuten vor Schluss hatten die überlegenen Gastgeber doch noch eine Schrecksekunde zu überstehen, als Badens Sylvie Ruch allein vor dem Schlieremer Tor scheiterte. Danach wurde es den Schlieremerinnen etwas gar leicht gemacht. In der 84. Minute erzielte die eingewechselte Isabelle Dreyer das 3:0. Nur vier Zeigerumdrehungen später traf sie zum 5:0 und schnürte damit den Doppelpack.

Dazwischen hatte sich die mittlerweile eingewechselte Stürmerin Miotti ebenfalls in die Torschützenliste eingetragen. «Das Team hat heute eine tolle kämpferische Leistung gezeigt», erkannte nach Spielschluss eine sichtlich erleichterte Miotti. «Hinsichtlich der Abstiegsrunde ist es für uns sehr wichtig, so viele Punkte wie möglich zu holen», ergänzte sie.

Damit erklärt Miotti die Motivation der Limmattalerinnen, obwohl diese einen anvisierten Platz in der Aufstiegsrunde deutlich verfehlen werden. Auch wenn die Punkte vor der Abstiegsrunde halbiert werden, dürfte die Leistung gegen Baden, einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen die Relegation, zuversichtlich auf den Rest der Saison blicken lassen. «Ich denke, dass wir den Klassenerhalt klar schaffen werden», sagte Miotti.

Am kommenden Samstag reisen die Schlieremerinnen zum Tabellennachbar Chênois nach Genf. Das Ziel ist klar: Drei weitere Punkte, damit das Abstiegsgespenst erst gar nicht in Erscheinung treten kann.