Faustball

Schlieren reist erstmals ohne Medaille nach Hause

Die Schlieremer Faustballerinnen verlieren beide Spiele am Finalwochenende und müssen sich mit Platz 4 begnügen. Erstmals seit das Team in dieser Form existiert, reist es ohne Medaille von einer Finalrunde ab – eine traurige Premiere.

Es ist eine bittere Pille, die die Schlieremer NLA-Faustballerinnen gestern schlucken mussten: «Erstmals seit ich dabei bin, haben wir an einem Finalwochenende keine Medaille geholt», bringt es Schlierens Captain Simone Estermann auf den Punkt. Eine Premiere, auf die die erfahrene Weltklasse-Faustballerin gerne verzichtet hätte. Doch am diesjährigen Hallen-Finalwochenende passte bei den erfolgsverwöhnten Limmattalerinnen überhaupt nichts zusammen.

Am Samstag mussten sie sich im Halbfinale gegen Embrach mit 1:3 geschlagen geben. Dabei bekundeten sie vor allem mit den kurzen Bällen Mühe, was die Embracherinnen kaltblütig ausnützten. Nach zwei verlorenen Sätzen (7:11 und 12:14) bäumte sich Schlieren im dritten Durchgang kurz auf (11:7), nur um im vierten Satz mit wehenden Fahnen (5:11) unterzugehen.

Die verpasste Finalqualifikation setzte den Limmattalerinnen derart zu, dass auch am Sonntag, im Spiel um Platz drei gegen Jona, noch eine gehörige Portion Frust mitspielte. Schimpfworte, ungeduldige Gesten und hängende Köpfe prägten das Bild auf Schlieremer Seite.

Zu viele Fehler

Der erste Satz gegen Jona gestaltete sich ausgeglichen. Beide Teams schienen nervös zu sein und produzierten viele Eigenfehler. Beim Stand von 7:7 konnte sich Schlieren leicht absetzen und erspielte sich die ersten Satzbälle. Doch Jona kam nochmals heran und hatte seinerseits Chancen, den Durchgang zu entschieden. Beim Stand von 13:13 wechselte Schlieren die schwächelnde Friedericke Wilke aus, doch auch Michelle Krautter vermochte keine Verbesserung zu bringen. Der Satz ging mit 15:13 an Jona.

Im zweiten Durchgang schienen die Ostschweizerinnen inexistent zu sein. Schlieren nützte diesen Durchhänger kaltblütig aus und entschied den Satz mit 11:4 für sich. Danach fielen die Limmattalerinnen wieder in ihr altes Muster zurück: Missverständnisse, Konzentrationsschwächen und unerzwungene Fehler prägten ihr Spiel. Sogar die Routiniers, wie die Angreiferin Michelle Fedier, patzten ungewöhnlich oft. Simone Estermann und Co. blieb nur noch eins übrig: Auf ein Straucheln des Gegners hoffen. Doch Jona machte ihnen den Gefallen nicht und gewann die Durchgänge drei und vier je mit 11:9.

Grosse Enttäuschung

Die Enttäuschung war den Schlieremerinnen nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben. Denn erstmals seit das Team in dieser Form existiert, reist es ohne Medaille von einer Finalrunde ab – eine traurige Premiere. Den Titel holte sich Oberentfelden-Amsteg mit einem 3:1-Sieg über Embrach.

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