Ideenlos, unmotiviert und fehlerhaft – so kann man den Auftritt von Schlieren im gestrigen Cup-Match bezeichnen. Anstatt nach der 1:8-Klatsche gegen Titelanwärter Basel im Spiel gegen das unterklassige Malters Selbstvertrauen tanken zu können, mussten die Schlieremerinnen aufpassen, dass ihnen das Team aus der Innerschweiz nicht den Rang ablief. Die ersten Chancen des Spiels gehörten denn auch den Gastgeberinnen.

Vor allem die schnelle Katja Peter machte der Verteidigung rund um Captain Tanja Castillo das Leben schwer. Schlieren tauchte nur dank Eckbällen nahe vor dem gegnerischen Tor auf – gefährlich wurde es für Goalie Kerstin Geiser aber selten. Patrizia Dreyer brachte nach ihrer frühen Einwechslung (31.) immerhin ein bisschen mehr Stabilität ins Schlieremer Spiel, Glanzpunkte vermochte das Team von Trainerin Monica Di Fonzo jedoch nicht zu setzen. Das erste Lebenszeichen zeigten die Gäste in der 39.Minute, als Alina
Grüter mit einem sehenswerten Pass Carina Rosicic lancierte, die aber an Geiser scheiterte.

Küffer mit Big Saves

Auch in der zweiten Spielhälfte war der Klassenunterschied kaum spürbar. Trotzdem konnte Schlieren in Führung gehen – nicht etwa durch eine schön herausgespielte Chance, sondern durch einen Foulpenalty, den Nadine Baker in der 56. Minute verwertete. Danach spielten die Limmattalerinnen ihren physischen Vorteil aus, doch die klein gewachsenen Innerschweizerinnen liessen nicht nach.

In den letzten Spielminuten wurde es nochmals richtig spannend, sehr zum Leidwesen der Gäste aus dem Limmattal. Der Weitschuss von Malters-Stürmerin Peter verfehlte das Tor von Pascale Küffer nur knapp (87.). Drei Minuten später musste Küffer, die zuvor beinahe nichts zu tun gehabt hatte, ihr ganzes Können abrufen: Die Gastgeberinnen spielten sich eine Doppelchance heraus, die der FCS-Goalie mit zwei Paraden mirakulös zunichtemachte.

Es blieb schliesslich beim 1:0 für die Schlieremerinnen, die noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind, aber sich für die kommenden Partien gegen die Tabellenersten und -zweiten Kriens respektive Zürich dringend etwas einfallen lassen müssen.