Fussball
Schlieren bleibt dank grosser Moral im Aufstiegsrennen

Vom 0:2 nach der ersten Halbzeit zum 2:2 am Schluss. Die Schliermerinnen zeigen gegen Leader Aarau nach dem Seitenwechsel eine begeisternde Leistung. Ein Eigentor und ein Treffer von Vanessa Jordi lassen sie jubeln.

Raphael Biermayr
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Schlierens Münevver Akyol (vorn) gibt Vollgas.

Schlierens Münevver Akyol (vorn) gibt Vollgas.

Limmattaler Zeitung

Es war erstaunlich, was die Limmattalerinnen im ersten Match nach der Winterpause zeigten. Zumal drei Akteurinnen in der Startformation standen, die vor dem Jahreswechsel in der 2. Liga mittaten: Martina Bini und Sibylle Zehnder
bildeten das Innenverteidigerduo, Nadja Gosch spielte im rechten Couloir. Ein notgedrungenes Risiko, das sich vorderhand nicht auszahlte.

Die konterstarken Aarauerinnen reagierten auf das Schlieremer Pressing mit weiten Bällen auf die Sturmspitzen. Gleich die erste gelungene Aktion dieser Art führte zum 0:1 (7.). War die Viererkette hierbei statisch, verhielt sie sich beim zweiten Gegentreffer gegenteilig: Torhüterin Christine Schärer hatte Kopf und Kragen riskiert, um danach doch den Ball aus den Maschen fischen zu müssen. Der Tabellenführer nutzte das Durcheinander zur beruhigenden Pausenführung. Die Limmattalerinnen hatten zwar mehr für die Partie getan, war bis auf einen abgewehrten Schuss von Gosch aber harmlos.

Schlieren powert

Das änderte sich mit dem Wiederanpfiff. Wenige Sekunden danach sah Jessica Berger einen Heber mit den Fingerspitzen pariert. Die talentierte Flügelspielerin – beobachtet von FCZ-Trainer Dorjee Tsawa – legte die Zurückhaltung aus der ersten Halbzeit ab. Gleiches galt für Münevver Akyol, die auf der linken Seite Aaraus Toptransfer Rita Mazukelyte ein ums andere Mal schlecht aussehen liess.

Die Schlieremerinnen drückten vehement auf den Anschlusstreffer. Das zahlte sich in Glück aus: Isabelle Dreyer schlug einen Eckball, den Torhüterin Fabienne Kohler ins eigene Tor lenkte (55.). Schlieren lehnte sich erfolgreiche gegen eine alte Schwäche auf: Es blieb nach dem Erfolgserlebnis dran. Berger, Akyol und die über die gesamte Spielzeit auffällige Melina Scodeller liessen den Ball laufen.

Vanessa Jordi entwischte nach einer solchen Ballstafette und traf zum 2:2 (64.). «Vani hat riesen Fortschritte erzielt. Ich freue mich sehr für sie», sagte Trainer Stutz. Er musste mit der grossen Freude bis nach Spielschluss warten. Denn es ging Schlag auf Schlag weiter. Gleich nach dem Wiederanpfiff eroberten die Schlieremerinnen den Ball von den verdutzten Aarauerinnen. Milena Vujovic hatte den Siegtreffer auf dem Fuss, verzog aber knapp.

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