In der ersten Partie trafen die Limmattalerinnen auf Jona – ein harter Brocken, den die Schlieremerinnen zu bezwingen hatten. Da der grösste Teil der St. Gallerinnen auch in der Nationalmannschaft spielt und sie zuvor in der Saison nur gegen Embrach Punkte verloren hatten, war eine anspruchsvolle Partie zu erwarten. Die Limmattalerinnen ihrerseits waren bisher nie richtig auf Touren gekommen. Jetzt aber war ihr Kampfgeist so gross wie noch nie.

Im ersten Satz wiesen sie die Gegnerinnen gleich mit 11:4 in die Schranken. Nachdem sich Jona von diesem Schock erholte hatte, fand es im zweiten Satz wieder ins Spiel zurück. Die St. Gallerinnen waren im zweiten Satz immer etwas überlegen und konnten den knappen Vorsprung bis Satzende verteidigen. Gleiches Bild in Satz drei: Schlieren verpasste den Start und war mit vier Bällen im Rückstand. Doch die Mannschaft liess sich nicht beirren und kämpfte. Das Erwachen kam aber etwas zu spät, der Satz ging mit 8:11 verloren. Doch die Limmattalerinnen waren in der Folge noch motivierter und begriffen, dass noch einiges zu holen war.

Man schenkte sich nichts

Nach einem verpatzten Start auch in den vierten Satz griffen die Schlieremerinnen wieder an, vermieden Eigenfehler und erspielten eine Drei-Punkte-Führung. Mit einem Time-out versuchte Jona dem Gegner den Spielfluss zu nehmen, was ihm jedoch nicht gelang. Der Vorsprung blieb – Schlieren gewann den Satz mit 11:8. Der Start in den fünften Durchgang war umkämpft. Jona gelang eine 2:0-Führung. In der Folge konnte das Schlieremer Team zwei lange Ballwechsel für sich entscheiden, was es so richtig in Fahrt brachte. Aus dem guten Spielaufbau schaffte es die Equipe um Captain Simone Estermann immer wieder zu punkten. Die gegnerischen Spielerinnen kamen etwas aus dem Rhythmus und haderten mit sich selbst. Bei einer Führung von 6:3 spielte Schlieren konstant weiter, während Jona viele Fehler im Angriff machte, was sofort ausgenutzt wurde. So gewann Schlieren auch diesen letzten Satz mit 11:4. Die Freude über den Sieg war gross. Die Faustballerinnen hatten also zu ihrer alten Spielstärke zurückgefunden und holten nach einem starken Auftritt zwei Punkte gegen den Direktkonkurrenten.

Klare Sache gegen Diepoldsau

Im zweiten Match des Tages gegen Diepoldsau galt es für Schlieren, die Konzentration zu wahren. Dass Diepoldsau nicht nur auf dem Papier ein deutlich schwächerer Gegner war, zeigte sich sehr schnell. Die Limmattalerinnen starteten gut und hatten mit dem gegnerischen Angriff wenig Probleme. Auch als die Jüngsten die Abwehr der Schlieremerinnen bildeten, bestand kaum Gefahr. Mit 11:4, 11:3 und 11:7 holte Schlieren auch diese zwei Punkte. Ein zusätzlicher Grund zur Freude im Lager der Limmattalerinnen war, dass Sabine Pfister nach zwei Jahren Absenz zum ersten Mal wieder eine Meisterschaftspartie bestritt. Mit vielen Servicepunkten tat sie dies erfolgreich. (LIZ)