Tennis
Schlieren bekommt es mit Federers ehemaligem Doppelpartner zu tun

Schlierens NLB-Jungsenioren bezwingen Weihermatt Urdorf im Limmattaler-Derby 6:3 und ziehen in die Aufstiegsspiele ein. Dort wartet das Team aus Visp mit Yves Allegro, dem früheren Davis-Cup-Spieler der Schweiz.

Andreas Fretz
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Limmttaler Interclub-Derby
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Schlierens Stefan Bächli.
Schlierens Patrick Steiner.
Phillip Stuhner von Weihermatt Urdorf.
Schlierens Teamcaptain Stefan Bächli.

Limmttaler Interclub-Derby

roland jaus

Einen 6:3-Sieg benötigten Schlierens Jungsenioren im Limmattaler NLB-Derby gegen Weihermatt Urdorf, um den Rivalen noch vom zweiten Platz zu verdrängen und in die Aufstiegsspiele einzuziehen. Und genau diesen 6:3-Sieg realisierten die Männer um Teamcaptain Stefan Bächli am Sonntag im letzten Gruppenspiel.

Schlieren ist erst letzte Saison am grünen Tisch in die NLB aufgestiegen, zuvor verpasste man den Aufstieg zweimal knapp und mit viel Pech. Nun wartet in der ersten NLB-Saison bald das grosse Highlight: In der ersten Runde der Aufstiegsspiele trifft man mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Visp. Bei den Wallisern spielt Yves Allegro, der früher an der Seite von Roger Federer die Doppel im Davis Cup bestritt. «Unser Ziel war eigentlich der Ligaerhalt», sagt Bächli, «dass wir nun in den Aufstiegsspielen gegen Visp spielen, ist umso schöner.» Gross sind die Ambitionen gegen die starken Visper allerdings nicht. Die Begegnung findet in zwei Wochen im Wallis statt.

Die Enttäuschung bei Gastgeber Weihermatt Urdorf hielt sich in Grenzen. «Wir wussten, dass Schlieren auf den ersten drei Positionen über die besseren Einzelspieler verfügt», sagte Teamcaptain Reto Nigg. Dennoch: Ein Sieg mehr hätte Weihermatt Urdorf gereicht, um in die Aufstiegsspiele einzuziehen. Doch anstatt mit 4:5 verlor man 3:6. Wie in der letzten Saison muss Weihermatt Urdorf in die Abstiegsspiele. «Den Ligaerhalt sollten wir schaffen», zeigt sich Nigg zuversichtlich.

Die Begegnung stand ganz im Zeichen des Wetters. «Eigentlich hätte dieses Derby bessere Bedingungen verdient», sagte Schlierens Ralph Zimmermann und sprach damit wohl allen Spielern und Zuschauern aus der Seele. Während im Klubrestaurant Roger Federers Erstrundenmatch von Roland Garros zu sehen war, kämpften die Limmattaler gegen Kälte, Wind und Wasser. Nach den ersten drei Einzeln wurde die Interclub-Begegnung für längere Zeit unterbrochen. Die Sandplätze waren aufgrund des Regens zu rutschig geworden.

Zu diesem Zeitpunkt führte Schlieren bereits mit 3:0. Stefan Bächli, Peter Rebsamen und Ralph Zimmermann brachten die ersten Punkte ins Trockene. Nach der Regenpause verloren Urdorfs Marco Stadler, der am Morgen noch einen Triathlon absolviert hatte, und Phillip Stuhner jeweils in drei Sätzen. Der einzige Einzelsieg für Urdorf gelang Martin Pally mit 3:6, 6:4 und 7:5 gegen Ulrich Wüllner.

Die Gastgeber standen unter Druck, hätten alle drei Doppel gewinnen müssen, um den zweiten Rang zu verteidigen. Chancenlos war Urdorf nicht, denn die Doppel zählen nicht zu Schlierens Stärken. Doch Stefan Bächli prophezeite schon früh: «Mindestens ein Doppel werden wir gewinnen.» Und so kam es denn auch. Bächli/Steiner brachten den benötigten letzten Sieg ins Trockene. Die anderen Doppel gingen an Weihermatt Urdorf.