Fussball

Schlieremerinnen sind mit dem Remis nicht zufrieden

Der FFC Schlieren im Einsatz

Der FFC Schlieren im Einsatz

Gegen St. Gallen wäre mehr als ein 1:1 dringelegen beim Wiederbeginn der Nationalliga A. Doch die Schlieremerinnen hatten Pech und schossen am Tor vorbei.

Der Torschuss ist ein elementarer Bestandteil des Fussballspiels. Die Schlieremerinnen verweigerten sich ihm gestern oft. «Irgendjemand muss auch mal abziehen», wurde der neue Trainer Mircea Schaich nicht müde zu rufen.

Sein Team fand nach 60 Minuten in die erste Partie nach der Winterpause gegen St. Gallen. Spät, aber aufgrund der Strafraumszenen nicht zu spät. Denn die Ostschweizerinnen stellten nach dem herrlich herausgespielten Führungstreffer (56.) ihre Bemühungen ein. Der endgültige Bruch im Match war die Verletzung von St.Gallens Désirée Stäbler, die nach ihrem Ausfall unfassbare neun Minuten lang nicht ersetzt wurde. Eine grobe Nachlässigkeit der Gästebank, die sich rächen sollte.

Wie schon vor dem zehnwöchigen Meisterschaftsunterbruch war es Münevver Akyol, welche den Takt im Schlieremer Spiel bestimmte. Die Kleingewachsene ragte bei fast allen Offensivaktionen der letzten halben Stunde heraus. So lancierte sie auch Sanja Mijovic – eine von vier Neuen in der Aufstellung –, die von St. Gallens weiblichem Marc Zellweger, Aline Hantz, nur mittels Fouls gestoppt werden konnte. Patrizia Dreyer verwandelte den Elfmeter gewohnt
sicher zum Ausgleich (70.).

Gratulation vom U-19-Trainer

Akyol erhielt nach dem Schlusspfiff Lob aus berufenem Munde: U-19-Nationaltrainer Yannick Schwery äusserte sich gegenüber Trainer Schaich beeindruckt vom Auftritt der quirligen vormaligen NLB-Akteurin: «Müni ist schnell und hat gute Ideen. Sie ist eine Kandidatin für die Nationalmannschaft.»

Schwery erkundigte sich auch nach dem Gesundheitszustand seiner Auswahlspielerin Romana Trajkovska, die mit Schmerzen im Knie kurz vor dem Ende ausgeschieden war. Abgesehen davon gratulierte Schwery seinem Amtskollegen Mircea Schaich zur Leistung des Teams. Der Angesprochene nahm dies gern entgegen, verwies aber darauf, dass noch eine Menge Arbeit warte.

Am Tor vorbei

Zu Recht. Denn die erste Halbzeit gegen St. Gallen war bezüglich Defensive und Spielaufbau ein Graus. Die Limmattalerinnen hatten Glück, dass die Abschlussqualitäten der St. Gallerinnen hanebüchen waren. Nationalspielerin Cinzia Jörg schoss dreimal aus guter Position meterweit am Tor vorbei.

Nicht viel besser machte es auf der Gegenseite Nadine Baker. Die vom FC Zürich ausgeliehene Stürmerin schoss zunächst aus drei Metern Entfernung Torhüterin Indira Djegoja an und Sekunden später aus geringfügig weiterer Distanz über das Tor. Vermutlich war das der Grund, wieso sie es nach dem Seitenwechsel nicht mehr versuchte.

Der eine Zähler bringt die Schlieremerinnen nicht weiter. Sie konnten damit im Abstiegskampf nicht vom Remis der Grasshoppers profitieren. Oder wie es Captain Isabelle Dreyer ausdrückte: «Schade, es wäre mehr dringelegen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1