Gleich nach dem Schlusspfiff nahm Schlierens Trainer Dominik Stutz seine Frauen zusammen und sprach ihnen Mut zu. «Ich habe ihnen gesagt, dass sie die Köpfe jetzt nicht hängen lassen sollen. Wir haben ein super Spiel gezeigt und kamen mehrmals gefährlich vors Tor», erklärte Stutz nach dem Spiel, «einmal mehr muss ich jedoch sagen: Wer sie vorne nicht macht, der kriegt sie eben hinten.» Trotz der 1:2-Niederlage im neunten Meisterschaftsspiel gegen Aarau, durfte Stutz zufrieden sein mit der Leistung seiner Spielerinnen. Über 90 Minuten hinweg zeigten die Schlieremerinnen einen starken Auftritt und erarbeiteten sich wesentlich mehr Torchancen als ihre Gegnerinnen.

Konstante Leistung ist gefordert

Es gehe aufwärts mit dem FCS, weil man nicht nur im Spiel, sondern auch im Training eine stetige Entwicklung feststellen kann, betonte Stutz nach der Partie. «Wir sind in einem Lernprozess, und da darf man nicht nur die Resultate beachten. Das Drumherum muss auch gesehen werden.» Stutz muss in der laufenden Spielzeit noch immer auf viele Kräfte verzichten. Am Samstag konnte er gerade einmal zwei Ersatzspielerinnen aufweisen und trotzdem bleibt der 35-Jährige optimistisch. «Ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Es kommen immer mehr Spielerinnen von Verletzungen zurück und wir können besser trainieren», stellt der Birmensdorfer fest. Um über 90 Minuten konstante Leistung auf dem Platz zeigen zu können, muss die Mannschaft in den Trainings stets auf einem hohen Niveau spielen. Dies sei nur möglich, wenn die gesamte Mannschaft am Training teilnehmen kann. Eine durchaus gute Leistung zeigten die Schlieremerinnen im Spiel gegen Aarau. Doch bereits in der 12.Minute konnten die Aarauerinnen durch ein Tor von Melanie Müller 1:0 in Führung gehen. Die Schlieremerinnen legten von nun an noch mehr zu und machten Druck aufs gegnerische Tor. Bis zur Pause erarbeitete sich der FCS einige gute Torchancen, vermochte denn Ball aber nie hinter die Linie zu bringen.

Ebenso druckvoll traten die Schlieremerinnen in der zweiten Hälfte auf und wurden in der 50. Minute mit dem 1:1 belohnt. Milena Vujovic schlenzte das runde Leder in die rechte obere Ecke. Danach suchte das Team um Captain Isabelle Dreyer vehement den zweiten Treffer. Und wenn die Schlieremerinnen das Tor erzielt hätten, wäre ein Sieg definitiv nicht unverdient gewesen. Wenn das Wörtchen «wenn» nicht wär’ ... Es kam alles anders, und die Aarauerin Fatbardha Golaj schoss in der 84. Minute den 2:1-Siegtreffer. Auch die Versuche, alles nach vorne zu werfen, brachten aus Schlieremer Sicht keinen Erfolg und es blieb beim 1:2-Schlussresultat.

Spielfreude vermitteln

Stutz und sein Team sind sich bewusst, dass sie die anfänglichen Erwartungen, vorne mitzuspielen, nicht erfüllt haben. Eigentlich wäre die letzte Saison als Aufbausaison gedacht gewesen. Aufgrund der vielen Absenzen hat sich dieses Vorhaben in die Länge gezogen und dauert bis heute an. «Meine Aufgabe als Trainer besteht jetzt auch darin, den Spielerinnen die Spielfreude zu geben, damit sie in Schlieren bleiben und wir in der nächsten Saison mit einem eingespielten Team voll angreifen können», erläutert Dominik Stutz den Plan für den Rest der Saison.