Squash
Schlieremer Kantersieg im Spitzenkampf gegen ein dezimiertes GC

Der SC Vitis Schlieren deklassiert GC im Spitzenkampf auswärts gleich mit 4:0 und steht neu auf Platz eins in der Meisterschaft. In den vier Partien musste einzig Squash-Profi Nicolas Müller einen Satz abgeben.

Fabio Baranzini
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Nicolas Müller setzte sich gegen Jonas Dähler schliesslich im vierten Satz durch.

Nicolas Müller setzte sich gegen Jonas Dähler schliesslich im vierten Satz durch.

Fabio Baranzini

Die erste Begegnung in dieser Spielzeit zwischen Schweizermeister Vitis Schlieren und Vize-Meister GC endete 2:2 und in der Nationalliga-A-Tabelle liegen die beiden Zürcher Equipen auf den ersten beiden Rängen. Die Affiche versprach also eine hochklassige und ausgeglichene Begegnung.

Doch es kam ganz anders, denn GC lief mit einem B-Team auf. Die Teamleader Selby und Tuominen waren an Turnieren im Ausland engagiert und der Deutsche André Haschker musste kurzfristig Forfait erklären, weil er krank geworden war. «Das GC ohne ihre drei Ausländer angetreten ist, hat die Aufgabe für uns natürlich wesentlich vereinfacht», so Vitis-Teamleader Nicolas Müller.

Drei Siege ohne Satzverlust

Die Auswirkungen der fehlenden Ausländer waren für GC fatal. Die Limmattaler dominierten das Geschehen in der Box nach Belieben. Julien Balbo, der Franzose in den Reihen der Schlieremer, spielte an Position zwei und mit seinem Gegner Katz und Maus. Paul Steel, der im Hinspiel gegen Vitis einen Punkt geholt hatte, rannte sich zwar die Lunge aus dem Leib, doch er hatte dem flinken Franzosen nichts entgegenzusetzen. Der GC-Spieler ging mit 2:11, 3:11, 5:11 unter.

Nicht ganz so brutal endeten die Begegnungen auf den Positionen drei und vier, aber auch die Schlieremer John Williams und Daniel Hoffmann blieben ungefährdet. Williams schlug Mark Woodliffe nach einem starken ersten Satz mit 11:1, 11:6, 11:6 und Hoffmann behielt gegen Andy Fritschi die Oberhand und siegte 11:3, 11:7, 11:5.

Vom Jetlag geplagt

Der einzige Vitis-Spieler, der einen Satz abgeben musste, war Nicolas Müller. Der Zürcher Squashprofi hatte mit dem Jetlag zu kämpfen, da er erst am Vortag aus New York zurückgekehrt war, wo er ein internationales Turnier bestritten hatte. «Ich habe weder im Flugzeug noch in der Nacht auf Donnerstag gut geschlafen, entsprechend war ich nicht zu hundert Prozent bereit», erklärte Müller, dem vor allem in der Anfangsphase seines Einzels gegen Jonas Dähler die Spritzigkeit fehlte.

Hinzu kam, dass Dähler stark aufspielte und Müller vom ersten Ballwechsel an gekonnt beschäftigte. Der GC-Spieler sicherte sich den ersten Satz verdient mit 11:8. Müller vermochte aber zu reagieren und gewann die darauffolgenden Sätze mit 11:5, 11:4 und 12:10. Zwar war er mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, aber zumindest froh, in vier Sätzen durchgekommen zu sein.

Klare Message an die Konkurrenz

Dank dem klaren Sieg im Spitzenkampf hat sich Vitis Schlieren eine gute Ausgangslage geschaffen. «Mit dem 4:0 gegen GC senden wir der Konkurrenz eine klare Message. Wir wollen die Vorrunde gewinnen und sind auf gutem Weg», fasst Müller die Situation seines Teams zusammen.

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