Eidgenössisches Turnfest
Schlieremer Figurenzauber am Schulstufenbarren

Der STV Schlieren ist am «Eidgenössischen» zum wichtigsten Wettkampf der Saison angetreten. Die Geräteriege ist mit 32 Turnerinnen am Schulstufenbarren am Start und zeigt in zwei Gruppen aufgeteilt, eine ausgezeichnete Choreographie.

Carla Stampfli
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Die Turnerinnen des STV Schlieren auf dem Schulstufenbarren. Gruppe 1
Die Turnerinnen des STV Schlieren auf dem Schulstufenbarren. Gruppe 2
Die Turnerinnen des STV Schlieren auf dem Schulstufenbarren. Gruppe 2
Die Turnerinnen des STV Schlieren auf dem Schulstufenbarren. Gruppe 2.
Leiterin Gisela Wilz (in blau) stellt mit den Turnerinnen die Breite des Barrens ein.
Leiterin Gisela Wilz (Mitte) gibt den Turnerinnen des STV Schlieren die letzten Anweisungen vor dem Teamwettkampf

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CES

Noch bleibt den Geräteturnerinnen des STV Schlieren ein wenig Zeit, um die Aussicht auf den See zu geniessen, eine kleine Stärkung einzunehmen und die Haarklammern zu befestigen. Hauptleiterin Gisela Wilz gibt den rot-schwarz gekleideten Mädchen die letzten Anweisungen: In wenigen Augenblicken werden die 32 «Girls» ihre Wettkampfkür am Schulstufenbarren vor dem Kampfgericht präsentieren.

Die Schlieremer Gruppe betritt aufgeregt die Halle. Die Älteren stellen die drei Barren auf, die Jüngeren justieren die Breite und die Höhe und legen die Matten auf den Boden. «Drei Minuten zum Aufwärmen», ruft ein Offizieller den Mädchen zu. Zwei, drei Übungen dann geht es los. Die Musik ertönt, die Kür beginnt. Einzeln oder zu viert turnt die erste und jüngere Gruppe auf den Barren die Choreografie durch, zeigt die Standwaage und schliesst die Kür mit einer waghalsigen Figur ab.

Die Leiterinnen sind zufrieden und spornen nun die älteren Turnerinnen an. Wiederum bleiben nur drei Minuten, da tönen auch schon die ersten Takte der amerikanischen Popsängerin Pink aus den Lautsprechern. Derweil sitzen die Jüngeren mit ihren Handys auf der Tribüne und halten den Auftritt am «Eidgenössischen» fest. Die 17 jungen Frauen zeigen eine auf die Musik abgestimmte Folge von Rollen, Abgängen und Figuren. «Super Mädels», freut sich Wilz nach der fertiggeturnten Übung – der Auftakt des STV Schlieren am grössten Breitensportanlass der Schweiz hat geklappt.

Kaum haben die Athletinnen die Kür beendet, versorgen sie die Barren und legen die Matte zurück; der zweite Teil des Vereinswettkampfs steht an. Bianca Schmucki packt ihre Tasche und macht sich für das Kugelstossen bereit. «Die Stimmung ist im Vergleich zu den anderen Turnfesten ganz anders. Alles ist viel grösser und die Konkurrenz besser», erklärt die 15-jährige Kantonsschülerin. Die Schlieremerin wird zusammen mit einigen ihrer Teamkolleginnen auch in der nächsten Woche beim Vereinswettkampf der Aktiven zum Einsatz kommen. «Als Abschluss gibt es am Sonntagabend in Schlieren ein Empfangs-Apéro», sagt die Turnerin schmunzelnd.

Gisela Wilz ist nach den beiden Vorführungen rundum zufrieden: «Es war eine riesige Freude. Die Turnerinnen sind super motiviert und eine eingeschweisste Gruppe. Das gibt uns Leiterinnen sehr viel». Die Zeit drängt, die nächsten beiden Disziplinen stehen in Nidau an. Mit der Vereinsfahne schreitet die Geräteriege des STV Schlieren den See entlang.

Die Turnerinnen orakeln über die Noten, Acht? Neun? Achteinhalb? Noch ist sie ausstehend, die Spannung auf dem Weg zum nächsten Wettkampfgelände steigt.

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