Limmattal verliert in der 2. Liga das dritte Mal in Serie nach einem kuriosen Spiel gegen Deitingen knapp mit 5:6. Angereist mit sieben Feldspielern und einem Goalie hiess es im ersten Drittel, hinten reinstehen so gut es geht und hoffen, die Verstärkung in Form von U21-Coachs (Kern, Hänni) möge möglichst bald auftauchen. Weiter ermahnte Coach Polo die Spieler, ja keine Strafen zu nehmen, was sich beim sehr streng pfeifenden Schiedsrichterduo Jakob/ Rüst als fast unmöglich erwies. So gelang es den Limmattalern, während zehn Minuten das 0:0 zu halten und den einen oder anderen Nadelstich gegen vorne zu setzen. Doch waren die Kräfte doch etwas zu knapp, um ein sauberes Boxplay zu spielen. So resultierten aus drei 2-Minuten-Strafen drei Gegentore. Ein Limmattaler Treffer kurz vor Drittelsende (Eberle auf Pass von Steinholz) gab den Limmattalern ebenso zusätzlich Dampf wie die nun eingetroffene Kavallerie (Kern, Hänni).

Perfekter Start in Drittel zwei

Der Start in dieses gelang den Limmattalern perfekt, da Meier nach verlorenem Bully energisch nachsetzte und nach fünf Sekunden zum 2:3-Anschlusstreffer einschiessen konnte. Zwar stellte Deitingen kurze Zeit später den 2-Tore-Vorsprung nach schöner Kombination wieder her, doch war jetzt das Spiel ausgeglichen. Nur wenig später konnte Limmattal in Überzahl (Gitonga auf Pass von Kern) den abermaligen Anschlusstreffer erzielen und man liess sich auch nicht durch einen folgenschweren Fehler von Pachlatko aus dem Konzept bringen. Zweimal Hunziker auf Pass von Steinholz und mit dem 5:5 nach
45 Minuten korrigierte man den Fehler und konnte sich auf eine spannende Schlussphase freuen.

Strafen blieben weitgehend ungenützt

Leider wurde nach dem Spiel nicht über eine spannende Schlussphase geredet, sondern vor allem über die Unparteiischen. Ohne dass das Spiel sichtlich härter wurde, hagelte es in den letzten zwölf Minuten insgesamt neun Strafen; darunter einen 10er sowie eine rote Karte gegen Deitingen zweieinhalb Minuten vor Spielende. Spielentscheidend war schliesslich jedoch ein Penalty gegen Limmattal (nach einem vermeintlich hohen Stock), welcher sicher verwertet wurde. Während der Strafenflut konnten beide Mannschaften phasenweise in doppelter Überzahl agieren, so auch Limmattal in den letzten zweieinhalb Minuten, doch gelang keiner Equipe mehr ein Tor. Der Spielfluss war komplett dahin, da das Spiel zeitweise während zwanzig Minuten unterbrochen wurde, bis alle (inkl. Schiris) sich im Klaren waren, wann welche Strafe in welcher Reihenfolge ausgesprochen wurde und wer wie lange auf die Strafbank musste.

Glas kann auch halb voll sein

Um es nochmals klar festzuhalten: Das Spiel war nicht gehässig und es wurden während des gesamten Spiels nur insgesamt vier Strafen wegen eigentlicher Fouls (Stossen etc.) ausgesprochen. Alle anderen elf Disziplinarmassnahmen waren wegen minim zu hoher Stöcke, einzelner Beinhaare, die zusätzlich den Boden berührten (Bodenspiel) und vor allem angeblicher Reklamationen, die sich jedoch in ihrer Tonalität auf Klosterschülerniveau abspielten.

Innerhalb der gegebenen Bedingungen hätten die Limmattaler sicherlich genug Chancen gehabt, um das Spiel für sich zu entscheiden (drei Pfosten- und Lattenschüsse), und man hätte sicher mehr aus den Überzahlsituationen machen müssen. Doch kann man das Glas auch als halb voll betrachten und ein positives Fazit ziehen. Letzteres aufgrund der Tatsache, dass man das Spiel schliesslich knapp und «blöd» verloren hat. Vor allem, nachdem man mit sieben Feldspielern angereist war und mit neun beendet hatte.