Curling
Saubere Weste beibehalten: Frauen feiern dritten Sieg im dritten Spiel

Das Schweizer Frauen-Team um Janine Greiner und Carmen Schäfer aus der Fahrweid tankt Selbstvertrauen für die kommenden Spiele gegen die Hauptfavoriten Schweden und Kanada.

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Ein Hauch Limmattal in Sotschi: Carmen Schäfer (l.) und Janine Greiner (r.) sind optimal ins Olympia-Abenteuer gestartet. Keystone

Ein Hauch Limmattal in Sotschi: Carmen Schäfer (l.) und Janine Greiner (r.) sind optimal ins Olympia-Abenteuer gestartet. Keystone

KEYSTONE

Die Schweizer Curlerinnen um Janine Greiner und Carmen Schäfer aus der Fahrweid haben am Olympia-Turnier zu einem Siegeszug angesetzt. Nach dem Auftaktsieg gegen die USA bezwangen sie am Dienstag nacheinander Dänemark (7:6) und den gefährlichen Aussenseiter Südkorea (8:6).

Noch warten auf Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und die zweimalige Olympia-Silbermedaillengewinnerin Mirjam Ott in der Vorrunde die grossen Brocken wie beispielsweise Kanada, Schweden und Grossbritannien. Was die Spielerinnen des CC Davos jedoch bis jetzt gezeigt haben, darf für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs durchaus optimistisch stimmen. Ott drückte sich gestern noch vorsichtig aus: «Lauter Siege zum Auftakt sind schon mal gut.»

Zittern gegen Dänemark

Den Erfolg gegen die von Lene Nielsen angeführten Däninnen mussten sich die Schweizerinnen erzittern. Die Däninnen waren jedoch noch nie ihre Lieblingsgegnerinnen gewesen; in den Direktbegegnungen an grossen Meisterschaften hatte es vor dem gestrigen Duell 4:4 gestanden. Die Schweizerinnen lagen zwar stets in Führung, schliesslich entschied aber dennoch erst der letzte Stein im letzten End. Die Däninnen lagen beim Stand von 6:6 mit einem Stein nahe am Zentrum, Mirjam Ott stellte jedoch mit ihrem Schlussstein das 7:6 sicher.

Viele Fehlsteine

Die Partie wurde auch geprägt von zahlreichen Fehlsteinen auf beiden Seiten. Mirjam Ott: «Mit den Däninnen bekundeten wir in der Vergangenheit oftmals Schwierigkeiten. Die Fehlsteine bereiten uns noch kein Kopfzerbrechen. Wir befinden uns immer noch in der Startphase des Turniers, alle Teams müssen sich an die Spielbedingungen noch besser angewöhnen.»

Ott konnte auch nach dem 8:6-Erfolg gegen Südkorea eine verhaltene Zufriedenheit bekunden. Nach einem etwas harzigen Start (2:2 nach 5 Ends ohne Steinvorteil) glückte es den Davoserinnen im 6. End, die Asiatinnen unter einen grossen Druck zu setzen.

Prompt unterlief deren Skip Kim Ji-Sun mit dem letzten Stein ein schwerer Fehler, der zu einem gestohlenen Dreierhaus für die Schweizerinnen führte. Von diesem Moment an kontrollierten sie das Geschehen sicher. Besonders Ott glückte mit einer Quote von 85 Prozent an gelungenen Steinen und überzeugende Partie. Die als Profis spielenden Asiatinnen gehören zu den Aufsteigerinnen im Weltcurling. Ihre bisher beste Leistung zeigten die mit dem 4. Platz an der WM 2012, als sich Otts Team als Weltmeister ausrufen liess.

Die Schweizerinnen können nun einen Ruhetag geniessen, bevor sie am Donnerstag gegen zwei der Hauptfavoriten, Schweden und Kanada, antreten müssen.

Claudio Pätz heute im Einsatz

Heute Mittwoch greift das mit je einem Sieg (gegen Kanada) und einer Niederlage (gegen Schweden) gestartete Schweizer Männerteam wieder ins Geschehen ein. Die von Sven Michel angeführten Adelbodner mit dem Urdorfer Claudio Pätz treffen im Morgenspiel auf China und im Abendspiel auf Grossbritannien mit dem zweifachen Weltmeister David Murdoch.