Schwingen
Saisonauftakt der «Bösen» beim Gibel-Schwinget

Das Schwingerjahr 2012 ist ein sogenanntes Zwischenjahr - es findet kein Wettkampf auf eidgenössischer Ebene statt. Doch kein Grund zur Langeweile: Die Zürcher Schwinger starten beim Gibel-Schwinget die Saison.

Bruno auf der Maur
Merken
Drucken
Teilen
Thomas Kammermann (rechts) sieht sich nach dem Rücktritt von Jodok Huber in dieser Saison in der Leaderrolle. auf der Maur

Thomas Kammermann (rechts) sieht sich nach dem Rücktritt von Jodok Huber in dieser Saison in der Leaderrolle. auf der Maur

Kein eidgenössischer Wettkampf bedeutet aber nicht, dass in dieser Saison auf den Schwingplätzen Langeweile aufkommen könnte. Im Gegenteil: Da sich die Schwinger nicht auf einen bestimmten Saisonhöhepunkt konzentrieren müssen, wird in der Regel angriffiger und weniger taktisch geschwungen.

Die Karten werden schon von Beginn an auf den Tisch gelegt. Davon profitieren die Regional- und Kantonalschwingfeste wie zum Beispiel das Gibel-Schwinget in Bonstetten vom kommenden Sonntag oder das Zürcher Kantonale in Opfikon, das einen Monat später stattfindet.

Fünf Limmattaler dabei

Beim ersten Kräftemessen im Kanton Zürich werden am 15. April rund 100 Schwinger aus der Nordostschweiz teilnehmen. Die Limmattaler Schwinger sind beim Gibel-Schwinget mit fünf Teilnehmern vertreten. Angeführt wird das Quintett von Thomas Kammermann, der im letzten Jahr seinen ersten Kranz erkämpfte. Nach dem Rücktritt des Bergdietikers Jodok Huber übernimmt Kammermann die Leaderrolle im jungen Team.

Für einen Sieg wie bei der letzten Austragung des Gibel-Schwingets vor zwei Jahren, als Huber nach einer längeren Wettkampfpause überraschend gewann, wird es diesmal aber nicht reichen. Für Kammermann und seine Teamkollegen Matthias Bräm aus Dietikon, Silvan Tresch aus Schlieren sowie Bernhard Götsch und Daniel Wettstein aus Zürich wird der Saisonauftakt eine wichtige Standortbestimmung.

Während der Wintermonate holten sie sich in intensiven Trainings den nötigen Schliff im technischen Bereich. «Die wettkampffreie Zeit wird genutzt, um neue Schwünge zu lernen oder bekannte Schwünge zu perfektionieren,» erklärt Daniel Buchli, Technischer Leiter des Schwingklubs Glatt- und Limmattal. «Auch für das Selbstvertrauen ist ein guter Saisonstart sehr wichtig.» Die Wettkämpfe beim Gibel-Schwinget beginnen um 11.30 Uhr.

Weitere Wettkämpfe

Nach dem Gibel-Schwinget folgen weitere wichtige Wettkämpfe. Ende April gibt es für die Zürcher am Eschenberg-Schwinget eine weitere Gelegenheit zur Vorbereitung auf den wichtigsten Anlass im Kanton. Gemeint ist das Zürcher Kantonal-Schwingfest in Opfikon, das am 13. Mai im Glattpark über die Bühne geht.

Am 2. Juni organisiert dann der SK Glatt- und Limmattal den Seebacher Buebeschwinget und am 2. Dezember wird der 75. Niklausschwinget in Dietikon ausgetragen. Die Vorbereitungen auf den Jubiläumsanlass in der Stadthalle wurden bereits in Angriff genommen.